TikTok Deal gestoppt: China blockiert US-Verkauf nach neuen Zöllen


TikTok-App auf einem Smartphone vor US-Flagge (Symbolbild).

ByteDance-Verkauf vorerst gestoppt – Trump verlängert Frist nach Eskalation im Zollstreit

Der geplante Verkauf der US-Aktivitäten von TikTok ist vorerst auf Eis gelegt. Wie mehrere Quellen berichten, hat die chinesische Regierung signalisiert, dass sie dem Deal nicht zustimmen wird – eine Reaktion auf die von US-Präsident Donald Trump angekündigten neuen Zölle auf chinesische Waren.

Die Verhandlungen standen offenbar kurz vor dem Abschluss. Der Plan sah vor, TikToks US-Geschäft in ein neues Unternehmen mit Sitz in den Vereinigten Staaten auszugliedern, das zu mindestens 80 % von US-Investoren gehalten werden sollte. ByteDance hätte maximal einen Anteil von 20 % behalten. Sowohl das Unternehmen selbst als auch bestehende und neue Investoren hatten der Struktur bereits zugestimmt. Auch von US-Regierungsseite gab es grünes Licht.

Trotzdem blockierte Peking nun den Vorgang. ByteDance erklärte auf WeChat, dass „weiterhin Gespräche mit der US-Regierung laufen, jedoch noch keine Einigung erzielt wurde“. Zudem seien „noch viele wichtige Fragen offen“. Eine Genehmigung durch chinesische Behörden sei laut Gesetz zwingend erforderlich.

Trump hatte unterdessen eine Fristverlängerung von 75 Tagen angekündigt. Ursprünglich hätte TikTok laut Gesetz bis Januar verkauft oder aus dem US-Markt verschwinden müssen. Die neue Frist läuft nun bis Mitte Juni. „Wir wollen nicht, dass TikTok verschwindet“, erklärte Trump. „Aber China ist über unsere Zölle sehr unzufrieden.“

Das Scheitern des Deals wäre ein Rückschlag für US-Investoren und Millionen amerikanische Nutzer. Auch geopolitisch verschärft sich der Konflikt weiter – China kündigte am Freitag bereits Gegenmassnahmen an. Quelle Reuters.Com

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