Bedrohung für Bienen und Biodiversität
Die Asiatische Hornisse breitet sich in der Zentralschweiz aus.
In Uri bereiten sich die Imker bereits intensiv auf den Ernstfall vor – denn die invasive Art bedroht Honigbienen und heimische Insekten.
Kleine Jägerin mit grosser Wirkung
Was macht sie so gefährlich?
Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) ist kleiner als unsere heimische Hornisse – aber für Honigbienen ein Albtraum:
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Sie lauert am Bienenstock und fängt Bienen im Flug
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Sie schwächt ganze Völker systematisch
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Ein einziges Nest kann Dutzende Jungköniginnen hervorbringen
Wenn die Population nicht frühzeitig gestoppt wird, kann sie sich explosionsartig vermehren.
Urner Imker bereiten sich vor
Acht Imker im Einsatz
Die Gruppe Bienenfreunde Uri hat sich in Zusammenarbeit mit dem Amt für Umwelt gezielt weitergebildet.
«Es kommt viel Arbeit auf uns zu», sagt Corsin Riedi, Vertreter in der kantonalen Begleitgruppe.
Bei einer Übung am Bienenlernstand Silenen wurde der Ernstfall durchgespielt – vom Sichtungsprotokoll bis zur Nestortung.
«Wenn es passiert, müssen wir innerhalb von Stunden reagieren», so Fabian Aschwanden, Präsident der Bienenfreunde Uri.
Wie die Jagd nach dem Nest funktioniert
Die Ortung der Asiatischen Hornisse ist eine Mischung aus Detektivarbeit und Technik:
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Lockfallen mit Sirup fangen Hornissen
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Gefangene Tiere werden markiert
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Flugrichtungen und -zeiten werden kartiert
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Mit Triangulation wird der Neststandort errechnet
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In besonders steilem Gelände kommen sogar Mini-Funksender zum Einsatz
Die eigentliche Nestentfernung übernehmen ausgebildete Spezialisten.
Zusammenarbeit als Schlüssel
Beat Zgraggen vom Amt für Umwelt Uri betont:
«Nur durch das schnelle Handeln der Imker lässt sich die Ausbreitung verhindern.»
Bislang gab es im Kanton keine bestätigte Sichtung – doch der Kanton ist bereit.
Jetzt zählt die Vorbereitung
Noch ist Uri verschont – doch die Asiatische Hornisse ist auf dem Vormarsch.
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