Massiver Kälteeinbruch trifft Europa: Frostgefahr auch in der Schweiz

ByimTicker

Samstag, 5. April 2025 , , , ,

Eine massive Kaltluftfront beendet das Frühlingserwachen.

Polarfaust sorgt für Kältewelle in Mitteleuropa

Ein plötzlicher Wetterumschwung bringt eine massive Kaltfront über Osteuropa bis ans Mittelmeer. Ab Sonntag erreicht die Kälte auch die Schweiz – wenn auch in abgeschwächter Form.

Aktuell geniessen viele Regionen Europas frühlingshafte Temperaturen mit bis zu 24 Grad. Doch das Hoch «Noemi», das für milde Luft sorgt, zieht sich zurück. Stattdessen strömt arktische Polarluft ungehindert Richtung Süden. Diese Veränderung führt zu einem drastischen Temperatursturz, besonders in Deutschland und Österreich.

Bereits ab Samstag sinkt die Schneefallgrenze auf rund 1000 Meter. Der Höhepunkt des Kälteeinbruchs wird für Sonntag erwartet. In Teilen Sachsens und Thüringens sind Tiefstwerte bis minus acht Grad möglich. Tagsüber werden kaum zehn Grad erreicht.

Die Folgen könnten gravierend sein: Obstbäume, Frühblüher und viele landwirtschaftliche Kulturen stehen aktuell in voller Blüte und reagieren extrem empfindlich auf Frost. Ein einziger eisiger Morgen kann Ernten massiv gefährden. Meteorologe Dominik Jung warnt vor erheblichen Schäden.

Auch die Schweiz bleibt nicht verschont. Laut MeteoSchweiz trifft die Frostluft zwar abgeschwächt ein, dennoch ist mit mehreren frostigen Nächten zu rechnen – insbesondere von Sonntag auf Montag. Balkonpflanzen sollten entsprechend geschützt werden. Im Tessin ist zudem ein sogenannter Retour d’Est möglich, der zusätzliche Abkühlung bringen könnte.

Die Tageshöchstwerte bleiben in der kommenden Woche deutlich unter dem saisonalen Durchschnitt. Am Sonntag sind es im Flachland maximal 15 Grad, am Montag und Dienstag nur rund zwölf Grad. Erst ab Mittwoch steigen die Temperaturen langsam wieder, am Freitag könnte es bis zu 17 Grad warm werden. Die Nächte bleiben jedoch weiterhin frostgefährdet.

Der abrupte Wetterwechsel führt vielen erneut vor Augen, wie dynamisch das Frühjahr verlaufen kann. Wer empfindliche Pflanzen besitzt oder in der Landwirtschaft tätig ist, sollte Schutzmassnahmen ergreifen. Trotz Sonne bleibt es frisch – warme Kleidung ist angesagt.

Ein plötzlicher Rückfall in winterliche Bedingungen kann belastend sein – sowohl für die Natur als auch für uns Menschen. Dennoch lohnt sich ein positiver Blick nach vorn: Die Kältewelle ist voraussichtlich nur von kurzer Dauer. Quelle 20min.ch

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