Leistungssteigernde Umbauten bei Motorfahrrädern – Jugendliche angezeigt
Herisau – In den letzten drei Wochen hat die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden gezielte Verkehrskontrollen mit Fokus auf Zweiräder im Schulverkehr durchgeführt. Die Aktion erstreckte sich über das gesamte Kantonsgebiet und zielte auf die Sicherheit von Schülerinnen und Schülern ab, die mit dem Fahrrad, E-Bike oder Mofa unterwegs sind.
Die Bilanz fällt grundsätzlich positiv aus: Die meisten Jugendlichen bewegten sich vorschriftsgemäss im Strassenverkehr. Dennoch gab es mehrere Beanstandungen: In sieben Fällen fehlten entweder Ausweise, oder die Klingel oder Beleuchtung funktionierte nicht. Eine Ordnungsbusse wurde wegen des Ziehens oder Stossens eines anderen Zweirads ausgesprochen.
Besonders gravierend: Acht Jugendliche waren mit Mofas unterwegs, an denen leistungssteigernde Umbauten vorgenommen worden waren. Das schnellste der kontrollierten Mofas erreichte eine Geschwindigkeit von 93 km/h – weit über der zulässigen Grenze. Die weiteren Fahrzeuge lagen zwischen 42 und 52 km/h. Diese Manipulationen verlängern nicht nur den Bremsweg, sondern erhöhen auch das Unfallrisiko deutlich und beeinträchtigen die Betriebssicherheit.
Die betreffenden Jugendlichen wurden bei der zuständigen Jugendanwaltschaft angezeigt. Die umgebauten oder abgeänderten Motorenteile wurden sichergestellt und dem Strassenverkehrsamt übergeben.
Die Kantonspolizei betont, wie wichtig es sei, dass Eltern, Schulen und Werkstätten auf die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen bei Zweirädern achten – insbesondere im sensiblen Bereich des Schulverkehrs.
Verpasse keine News mehr! Aktiviere unseren kostenlosen Whatsapp-Kanal