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Papageientaucher stehen am Rande des Aussterbens: Rückgang der Sandaalbestände und Konflikte um Fischereirechte gefährden ihre Zukunft.
Die Bestände der Papageientaucher, einer der bekanntesten Seevögel Europas, sind seit 2000 um 25 % geschrumpft. Wissenschaftler warnen, dass bis 2050 ein Rückgang von bis zu 90 % droht, wenn keine Schutzmassnahmen ergriffen werden. Der Sandaal, die Hauptnahrungsquelle der Papageientaucher, wird massiv überfischt, was schwerwiegende Folgen für die Vogelart hat. Besonders dramatisch: Ohne Sandaale können Papageientaucher ihre Küken nicht ernähren, was zum Kollaps ganzer Kolonien führen könnte.
Konflikt zwischen EU und Grossbritannien
Grossbritannien führte 2024 ein Verbot der Sandaalfischerei in der Nordsee ein, um das Überleben der Papageientaucher und anderer Seevögel zu sichern. Dieses Verbot wurde von Naturschützern europaweit gelobt. Doch die EU leitet rechtliche Schritte gegen das britische Verbot ein und beruft sich auf das Post-Brexit-Handels- und Kooperationsabkommen, das EU-Fischereiflotten Fangrechte in britischen Gewässern zusichert. Besonders dänische Fischereiflotten, die jährlich grosse Mengen Sandaale fangen, stellen wirtschaftliche Interessen über den Artenschutz.
Appell an die EU
Naturschützer fordern die EU auf, dem britischen Beispiel zu folgen und die Sandaalfischerei zu regulieren, um das marine Ökosystem und die Papageientaucher zu schützen. „Die EU muss ihre Verantwortung wahrnehmen und den Schutz dieser ikonischen Seevögel in den Mittelpunkt stellen“, betonen Umweltorganisationen. Der Rückgang der Sandaale und die Weigerung der EU, ein Fangverbot zu unterstützen, könnte das Überleben der Papageientaucher endgültig gefährden.