SC Bern hofft gegen Gottéron auf gutes Omen von 2013


Fribourg – SC Bern (KEYSTONE/Til Buergy)

Der SC Bern steht am Mittwochabend im entscheidenden siebten Spiel gegen Fribourg-Gottéron. Es ist die alles entscheidende Belle in dieser packenden Viertelfinal-Serie – und die Parallelen zu einem legendären Comeback des SCB aus dem Jahr 2013 sind verblüffend.

2013 als Mutmacher: Das letzte grosse Comeback

Damals stand Bern im Playoff-Viertelfinal gegen Genf-Servette mit dem Rücken zur Wand – 1:3 lag man zurück, wehrte zwei Matchpucks ab und setzte sich in der Belle mit 4:1 durch. Das Ende der Geschichte: Bern wurde einen Monat später Schweizer Meister.

Auch in der aktuellen Serie gegen Gottéron drohte dem SCB das Aus – und wieder konnten zwei Matchpucks abgewehrt werden. Mit zwei dramatischen Overtime-Siegen (3:2 & 4:3) erzwangen die Mutzen das siebte Spiel in der PostFinance-Arena. Die Erinnerungen an 2013 sind also mehr als nur nostalgisch – sie sind Motivation und Hoffnung zugleich.

«Bern ist wahrscheinlich der beste Ort in Europa, um eine Belle zu bestreiten», sagte SCB-Stürmer Waltteri Merelä, der zuletzt mit einem Siegtreffer in der 79. Minute und zwei Assists brillierte.

Der Viertelfinal-Fluch – endlich brechen?

Seit dem Meistertitel 2019 konnte der SC Bern keine einzige Playoff-Serie mehr gewinnen. Dreimal scheiterte man im Viertelfinal, zuletzt 2023 gegen Zug. Es ist also auch eine emotionale Befreiung, die auf dem Spiel steht.

Trainer Jussi Tapola, der seit zwei Jahren an der Bande steht, hat dem SCB Stabilität und Ambition zurückgebracht. Doch gerade in den Entscheidungsmomenten wird sein Hang zu unkonventionellen Entscheidungen kritisch beäugt – die Goaliefrage ist dabei zentral.

Wer steht im Tor?

Tapolas Rochade auf der Torhüterposition ist ein Dauerthema. Im Vorjahr setzte er in der entscheidenden Belle gegen Zug überraschend auf Adam Reideborn, obwohl Philip Wüthrich im Spiel zuvor einen Shutout gefeiert hatte. Die Folge: das Aus gegen Zug. Wird Tapola diesmal auf Konstanz setzen?

Fazit: Showdown mit Symbolkraft

Ein Sieg gegen Gottéron wäre nicht nur das Ticket für den Halbfinal – es wäre auch das Ende eines fünfjährigen Playoff-Fluchs und ein starkes Signal an die Konkurrenz. Die Historie von 2013 zeigt: Wer die Belle übersteht, kann ganz oben landen.

Die SCB-Fans glauben an das Déjà-vu – und hoffen, dass sich die Geschichte wiederholt.

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