Drama am Flussufer – Busfahrer tot, drei Verletzte, Schulklasse entging knapp der Katastrophe
Ein tragisches Unglück erschütterte am Mittwochabend die Innenstadt von Turin: Ein Reisebus stürzte in den Fluss Po, nur wenige Meter von der Piazza Vittorio Veneto entfernt – mitten im Feierabendverkehr, unter den Augen zahlreicher schockierter Passanten.
Der Fahrer, Nicola Di Carlo (64), war allein an Bord des Busses, als sich das Unglück ereignete. Er verlor aus bislang ungeklärten Gründen die Kontrolle über das Fahrzeug, das drei Frauen erfasste und anschliessend durch das Eisengeländer am Flussufer brach. Der Bus stürzte daraufhin in die Tiefe und blieb halb im Wasser liegen.
Heldenhafte Ersthelfer und dramatische Rettung
Der erste Notruf erreichte die Rettungsdienste gegen 17:40 Uhr. Innerhalb weniger Minuten waren Polizei, Feuerwehr, Rettungskräfte und sogar ein Helikopter im Einsatz. Zwei Kanu-Sportler, die den Unfall mitansahen, griffen sofort ein. Sie schlugen die Scheibe des Busses mit einem Hammer ein und zogen den bewusstlosen Fahrer aus dem Inneren.
Trotz sofortiger Reanimationsversuche durch die Rettungskräfte konnte der Busfahrer nicht mehr gerettet werden. Er wurde noch am Ufer für tot erklärt.
Schulklasse entgeht knapp der Tragödie
Besonders erschütternd: Der Busfahrer war auf dem Weg, eine Schulklasse aus Mailand abzuholen. Die Kinder warteten bereits am Treffpunkt in der Nähe des Piazza Castello. Wäre das Unglück nur wenige Minuten später geschehen, hätte sich die Zahl der Opfer vervielfachen können.
Die Schüler wurden nach dem Vorfall mit einem Ersatzfahrzeug nach Hause gebracht.
Untersuchungen laufen – Ursache noch unklar
Unklar ist bislang, ob ein medizinischer Notfall oder ein Fahrfehler zum Unfall führte. Die Polizei ermittelt. Der Reisebus gehörte zur Firma Di Carlo Tours, einem Familienbetrieb aus der Region Molise. Nicola Di Carlo war Mitinhaber des Unternehmens.
Der Bürgermeister von Turin, Stefano Lo Russo, sowie Sicherheitsstadtrat Marco Porcedda waren noch am Abend vor Ort und versprachen eine umfassende Aufklärung.
Die Feuerwehr setzte Spezialkräne ein, um den Bus aus dem Wasser zu bergen. Der Vittorio-Emanuele-I-Brücke sowie mehrere Uferstrassen wurden gesperrt.
Fazit
Ein Abend, der als harmloser Schulausflug begann, endete in einer Tragödie – mit einem toten Busfahrer, verletzten Passanten und einer Stadt im Schockzustand. Nur das Glück und das schnelle Eingreifen mutiger Ersthelfer verhinderten Schlimmeres.
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