Tragische Serie von Arbeitsunfällen zwischen Neapel, Friaul und Umbrien
Innerhalb weniger Stunden erschüttern drei tödliche Arbeitsunfälle Italien. Drei Männer verloren am Arbeitsplatz ihr Leben – der jüngste war erst am Vortag 22 Jahre alt geworden.
In Sant’Antonio Abate bei Neapel kam der 50-jährige Nicola Sicignano ums Leben. Der Mitarbeiter eines Entsorgungsbetriebs wurde während der Nachtschicht von einem Förderband erfasst. Nach ersten Erkenntnissen blieb sein Arm und sein Kopf in der Anlage stecken. Die Staatsanwaltschaft von Torre Annunziata ordnete eine Obduktion an. Die Ermittlungen führt die Carabinieri-Laboreinheit gemeinsam mit der Arbeitsinspektion und der ASL Neapel. Der Verstorbene war verheiratet und Vater zweier Kinder.
Noch tragischer war der Unfall im norditalienischen Maniago (PN): Ein 22-jähriger Arbeiter aus Vajont kam bei der Nachtschicht in einem Unternehmen für Heissprägetechnik ums Leben. Beim Neustart einer Produktionslinie wurde er von einem glühenden Metallsplitter in den Rücken getroffen – vermutlich durch eine defekte Maschine oder einen Bedienfehler. Die Kollegen riefen sofort den Notruf, doch der junge Mann verstarb noch vor Ort. Die Maschine wurde beschlagnahmt, die Ermittlungen laufen.
Das dritte Todesopfer war ein 38-jähriger Arbeiter aus Orvieto, der bei Wartungsarbeiten auf der A1-Autobahn in Richtung Norden von einem Lastwagen erfasst wurde. Auch hier laufen die Ermittlungen der Verkehrspolizei. Der Mann war für ein lokales Unternehmen im Auftrag von Autostrade per l’Italia tätig.
Eine erschütternde Bilanz in nur einer Nacht – die Diskussion um Arbeitssicherheit erhält neuen Zündstoff.
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