Noch bevor er in Davos landet, wirbelt er alles durcheinander.
Donald Trump bringt mit Drohungen, Provokationen und geopolitischen Plänen die internationale Bühne ins Wanken.
Trump sorgt vor Davos für politische Erschütterungen
Kurz vor seiner Ankunft beim Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos hat US-Präsident Donald Trump erneut für Unruhe gesorgt. In Florida erklärte er gegenüber Journalisten, europäische Staats- und Regierungschefs würden seinem Vorhaben, Grönland unter US-Kontrolle zu bringen, „nicht allzu sehr im Weg stehen“. Gleichzeitig drohte er mit 200-prozentigen Zöllen auf französische Weine und Champagner.
Laut ansa.it folgen diese Aussagen auf eine Reihe teils vertraulicher Treffen zu den Krisen in Grönland, der Ukraine und im Gazastreifen. Trump bestätigte zudem, den russischen Präsidenten Wladimir Putin in einen neu geplanten Gaza-Friedensrat eingeladen zu haben.
Davos als Bühne für Trump 2.0
Der Auftritt in Davos ist für Trump keine Premiere, sondern eine Rückkehr. Doch der Ton ist ein anderer: Gestärkt durch seinen Wahlerfolg tritt der US-Präsident offensiver auf und stellt die bisherige multilaterale Ordnung offen infrage.
Er wird am 21. und 22. Januar in Davos erwartet:
Mittwoch: Sonderansprache
Donnerstag: erste Sitzung des geplanten Friedensrats für Gaza
Neben Gaza stehen auch die Ukraine und der eskalierende Grönland-Konflikt im Fokus. Europäische Spitzenpolitiker wie Ursula von der Leyen, Friedrich Merz und Emmanuel Macron versuchen, den Dialog zu wahren – und zugleich Grenzen zu ziehen.
Ukraine, Nato und heikle Gerüchte
Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist in Davos präsent. Er will Sicherheitsgarantien ausloten – sowohl mit der Nato als auch mit der US-Delegation im „MAGA“-Format.
Für Unruhe sorgen Gerüchte, wonach der russische Unterhändler Kirill Dmitrijew ebenfalls nach Davos reisen könnte. Ein solches Treffen mit US-Vertretern wäre ein symbolischer Tabubruch, da hochrangige russische Diplomaten seit Jahren vom Forum fernbleiben.
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Grönland rückt in den Mittelpunkt
Parallel dazu trafen sich ausserhalb des offiziellen WEF-Programms nationale Sicherheitsberater mehrerer Länder – auch aus der EU. Ursprünglich zur Ukraine-Krise einberufen, rückte rasch ein anderes Thema in den Vordergrund: Grönland.
Trump hatte angekündigt, die Insel notfalls „mit allen Mitteln“ übernehmen zu wollen. Dänemark reagierte mit der Absage seiner Davos-Teilnahme und kündigte eine Truppenverstärkung in Grönland an. Trumps Finanzminister warnte Europa derweil vor Gegenzöllen und erklärte, die USA würden ihre Sicherheit „nicht auslagern“.
Versuch der Deeskalation hinter den Kulissen
Trotz aller Drohungen bemühen sich Nato-Generalsekretär Mark Rutte, europäische Regierungschefs und US-Diplomaten um Schadensbegrenzung. Davos wird zur diplomatischen Bewährungsprobe – mit hohem Eskalationspotenzial.
Trump will das Treffen zugleich nutzen, um den Gaza-Friedensrat unter Führung von Vertrauten wie Jared Kushner und Steven Witkoff zu etablieren. Doch bereits kursieren Gerüchte über boykottierende Staaten und neue Spannungen zwischen Paris und Washington.










