Bei einem iranischen Raketen- und Drohnenangriff in Jordanien sind zwei US-Soldaten ums Leben gekommen. Das US-Militär bestätigte den Vorfall am Samstag. Die jüngste Eskalation im Konflikt zwischen den USA und dem Iran erhöht den Druck auf Washington und belastet die diplomatischen Bemühungen zusätzlich.
US-Militär bestätigt Todesfälle
Nach Angaben des zuständigen Regionalkommandos Centcom wurden die beiden Soldaten am Freitag bei einem Einsatz in Jordanien getötet. Sie verteidigten gemeinsam mit Verbündeten einen Militärstandort gegen iranische Raketen- und Drohnenangriffe.
Ein weiterer US-Soldat wird weiterhin vermisst. Vier verletzte Soldaten konnten nach medizinischer Behandlung in jordanischen Spitälern bereits wieder entlassen werden. Weitere Militärangehörige erlitten leichte Verletzungen und nahmen ihren Dienst wieder auf.
Mit den jüngsten Todesfällen steigt die offiziell bekannte Zahl der im aktuellen Iran-Konflikt gefallenen US-Soldaten auf 16.
Angriff soll Luftwaffenstützpunkt getroffen haben
Laut GMX ereignete sich der Angriff nach Informationen des Wall Street Journal auf dem Luftwaffenstützpunkt al-Asrak in Jordanien. Die Anlage soll von den USA für Einsätze mit Kampfflugzeugen gegen Ziele im Iran genutzt worden sein.
Die iranischen Revolutionsgarden hatten zuvor erklärt, mehrere Raketenangriffe auf einen von den USA genutzten Militärstützpunkt in Jordanien durchgeführt zu haben. In sozialen Netzwerken verbreiteten sich zudem nicht verifizierte Videos, die mutmassliche Einschläge ballistischer Raketen zeigen sollen.
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Krieg eskaliert erneut
In den vergangenen Tagen hat sich die Lage zwischen den USA und dem Iran erneut deutlich verschärft. Hintergrund ist unter anderem der Streit um die strategisch wichtige Strasse von Hormus. Das US-Militär griff zuletzt in mehreren aufeinanderfolgenden Nächten Ziele im Iran an.
Nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums kamen seit Beginn der jüngsten Eskalation mindestens 50 Menschen ums Leben. Mehr als 500 weitere Personen wurden demnach verletzt. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben derzeit nicht.
Rahmenabkommen vorerst ausgesetzt
Der Iran betrachtet das Mitte Juni mit den USA vereinbarte Rahmenabkommen inzwischen als ausgesetzt. Die Führung in Teheran wirft Washington vor, mit den jüngsten Militärschlägen gegen die Vereinbarung verstossen zu haben.
Der oberste Führer Ajatollah Modschtaba Chamenei drohte den USA zuletzt mit «unvergesslichen Lektionen». Ob die diplomatischen Gespräche wieder aufgenommen werden können, ist derzeit offen.





