Nach einem Lawinenabgang im Himalaya sind in Nepal mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. 14 weitere Personen werden vermisst. Ein Such- und Rettungsteam ist trotz schwieriger Wetterbedingungen im Einsatz und hofft, noch Überlebende zu finden.
Lawine trifft Basecamp auf über 7000 Metern
Die Lawine ging am Sonntagmorgen am Basecamp des Himlung Himal nahe der Grenze zu Tibet ab. Das Lager liegt auf rund 7.126 Metern Höhe. Nach Angaben der Behörden hielten sich zum Zeitpunkt des Unglücks mindestens 22 Menschen dort auf.
Laut GMX wurden die beiden geborgenen Todesopfer als Bergführer identifiziert. Die Angaben stammen von der Nepal National Mountain Guide Association sowie den zuständigen Behörden. Ein vierköpfiges Such- und Rettungsteam befindet sich vor Ort und sucht nach den vermissten Personen.
Bei den Vermissten soll es sich um Mitarbeiter von zwei Expeditionsunternehmen handeln. Nach Angaben der Vereinigung nepalesischer Expeditionsveranstalter könnten zahlreiche Menschen unter den Schneemassen eingeschlossen sein.
Hoffnung auf weitere Überlebende
Bibhuti Chand Thakur, der Leiter eines der betroffenen Expeditionsunternehmen, erklärte, wegen des frischen Schnees bestehe weiterhin Hoffnung, Überlebende zu finden. Die Rettungskräfte stehen allerdings vor schwierigen Bedingungen.
In den vergangenen Tagen hatten starker Regen und Schneefall bereits zahlreiche Strassen und Trekkingrouten in Nepal beeinträchtigt. Die Behörden setzten deshalb Trekking- und Kletteraktivitäten an mehreren Bergen vorübergehend aus.
Schwierige Bedingungen in der Herbstsaison
Das Unglück ereignet sich während der laufenden Herbst-Klettersaison in Nepal. Die schlechten Wetterbedingungen erschweren die Aktivitäten in den Hochgebirgsregionen zusätzlich.
Nach Angaben der nepalesischen Tourismusbehörde haben in dieser Saison 579 Bergsteiger aus 67 Ländern eine Genehmigung für Besteigungen erhalten. Die Suche nach den 14 Vermissten am Himlung Himal soll unter den schwierigen Bedingungen fortgesetzt werden.






