Eine Explosion aus Stahl und Glas.
Zwei Züge prallen bei voller Fahrt zusammen – mindestens 39 Menschen sterben, teils hundert Meter weit geschleudert. Es ist eines der schwersten Zugunglücke Spaniens seit Jahrzehnten.
Die Katastrophe von Adamuz: Was geschah?
Am Freitagabend, 3. Januar 2026, um 19:39 Uhr, entgleiste ein Hochgeschwindigkeitszug vom Betreiber Iryo, der mit 317 Fahrgästen von Málaga nach Madrid unterwegs war.
Laut ersten Berichten geriet der Zug bei Adamuz nahe Córdoba auf das falsche Gleis – genau in dem Moment, als ein Renfe-Alvia-Zug mit über 200 Menschen an Bord in die entgegengesetzte Richtung unterwegs war.
20 Sekunden später kam es zur Kollision.
Der Aufprall: Zerrissene Waggons, Tote im Umkreis von Hunderten Metern
Der Zusammenstoss war verheerend. Mindestens drei Waggons stürzten fünf Meter tief einen Bahndamm hinab. Der Lokführer des Alvia-Zugs wurde Dutzende Meter entfernt tot aufgefunden.
Spanische Rettungskräfte berichten von:
Zerrissenen Leichen
Fahrgästen, die aus Fenstern geschleudert wurden
Überlebenden, die stundenlang im Dunkeln eingeschlossen waren
Evakuierungen mit Nothämmern und unter Schock stehenden Menschen
„Ich sah einen Passagier in Stücke gerissen. Wir waren mit der Polizei als Erste am Unfallort“, sagte der Bürgermeister von Adamuz, Rafael Moreno, in einem Interview mit El País.
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Zeugenberichte: Überlebende schildern Panik & Isolation
Der Journalist Salvador Jiménez von Radio Nacional de España saß im ersten Waggon des Iryo-Zuges:
„Der Aufprall fühlte sich an wie ein Erdbeben. Das Personal schlug die Fenster mit Hämmern ein.“
Eine Mutter schilderte im spanischen TV, wie sie den Anruf ihrer Tochter erhielt:
„Sie weinte, sagte, es gebe Tote, und dass sie allein im Dunkeln seien – ohne Polizei, ohne Rettung.“
Ermittlungen zur Ursache laufen
Eine erste Analyse legt nahe, dass ein technischer Defekt an einem Gleisstück zur Entgleisung geführt haben könnte.
Demnach hatte sich ein Spalt zwischen zwei Schienenabschnitten gebildet, der bei der Durchfahrt des achten Waggons zum Verhängnis wurde. Die Hypothese:
Der entgleiste Iryo-Zug wechselte ungewollt auf das Gegengleis
Das automatische Signalsystem reagierte zu spät
Laut ansa.it konnte der Alvia-Zug mit 205 km/h nicht mehr rechtzeitig stoppen. Der Lokführer starb.
Staatstrauer und internationale Reaktionen
Spaniens Regierung rief eine dreitägige Staatstrauer aus
Premierminister Pedro Sánchez reiste an den Unglücksort:
„Ganz Spanien trauert. Die Techniker werden herausfinden, was geschehen ist.“
Italiens Regierungschefin Meloni sprach Spanien ihr Beileid aus:
„Italien teilt Spaniens Schmerz.“
Hilfe für Angehörige
Zwei Notfallnummern wurden eingerichtet:
Iryo: 900 001 402
Renfe (Alvia): 900 101 020
Das italienische Generalkonsulat in Madrid ist ebenfalls vor Ort. Bislang keine Italiener unter den Opfern gemeldet.
Eine Hochgeschwindigkeitsstrecke, zwei Züge, Sekunden bis zur Katastrophe.
Die Untersuchung läuft – doch für Dutzende Familien ist jede Erklärung zu spät.










