Gute Nachrichten für Versicherte im Kanton Zug:
Die Krankenkassenprämien fallen nächstes Jahr so stark wie nirgends sonst in der Schweiz.
Grund ist eine einmalige Entlastung durch den Kanton.
Stärkster Rückgang schweizweit
Im Jahr 2026 sinken die Zuger Krankenkassenprämien um 14,7 Prozent. Damit weist der Kanton die tiefsten Prämien in der ganzen Schweiz aus.
Erwachsene: –15,0 %
Junge Erwachsene (19–25 Jahre): –14,3 %
Kinder: –12,9 %
Die mittlere Monatsprämie beträgt künftig nur noch CHF 264.50.
Warum sinken die Prämien?
Die Entlastung kommt durch ein Sondermodell zustande:
Der Kanton Zug übernimmt 2026 und 2027 99 % der stationären Spitalkosten.
Ohne diese Beteiligung wären die Prämien sogar um 4 % gestiegen.
Der Effekt: Eine Entlastung um 18,7 %, die laut Regierung vollständig an die Bevölkerung weitergegeben wurde.
Auswirkungen auf Franchise & Selbstbehalt
Die Erhöhung des Kantonsbeitrags betrifft nicht nur die Prämien, sondern auch die Patientenbeteiligung:
Franchise und Selbstbehalt werden bei Spitalaufenthalten massiv tiefer.
Grund: Die Patientenbeteiligung wird nur auf dem 1 % Versicherungsanteil berechnet.
Achtung: Ambulante Behandlungen, Medikamente und Therapien sind davon nicht betroffen – hier bleibt die volle Franchise fällig.
Finanzielle Dimension
Der Kanton rechnet mit Zusatzkosten von 108 Mio. Franken (2026) und 113 Mio. Franken (2027).
Die Finanzierung basiert auf Überschüssen der Staatskasse.
Ab 2028 wird die Krankenversicherungsfinanzierung schweizweit neu geregelt – der Kantonsrat muss dann neu entscheiden.
Zugerinnen und Zuger profitieren in den nächsten zwei Jahren von historisch tiefen Krankenkassenprämien.







