Mehr als 7’600 Personen versteuerten in der Schweiz im Jahr 2022 ein Einkommen von über einer Million Franken. Neue Daten der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) zeigen, in welchen Gemeinden und Kantonen besonders viele Spitzenverdienende leben – mit einigen überraschenden Ergebnissen.
Über 7’600 Einkommensmillionäre in der Schweiz
Gemäss der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) versteuerten im Jahr 2022 insgesamt 7’666 Personen ein steuerbares Einkommen von mehr als einer Million Franken. Zum Vergleich: Der Schweizer Medianlohn lag bei 84’288 Franken brutto pro Jahr.
Von den rund 2’100 Schweizer Gemeinden weisen 239 mindestens fünf Steuerpflichtige mit einem Einkommen von über einer Million Franken aus. Aus Datenschutzgründen veröffentlicht die ESTV keine Zahlen für Gemeinden mit weniger als fünf Einkommensmillionären.
Zürich und Zug an der Spitze
Die Stadt Zürich führt die Rangliste mit 482 Einkommensmillionären an. Auf Platz zwei folgt die Stadt Zug mit 431 Personen, obwohl dort deutlich weniger Steuerpflichtige wohnen als in Zürich.
Den dritten Rang belegt Genf mit 272 Einkommensmillionären. Dahinter folgen die Schwyzer Gemeinden Freienbach (251) und Wollerau (208), die seit Jahren von ihrer attraktiven Steuerbelastung profitieren.
Auch auf Kantonsebene liegt Zürich mit 2’013 Einkommensmillionären vorne. Es folgen Genf (883), Zug (860), Schwyz (774) und Waadt (673).
Am anderen Ende der Statistik befinden sich Uri (6), Jura (13) und Glarus (16).
Wollerau weist höchste Millionärsdichte auf
Besonders auffällig ist die Gemeinde Wollerau SZ. Dort versteuern 4,4 Prozent aller Steuerpflichtigen ein Einkommen von mehr als einer Million Franken. Statistisch gehört damit fast jede zwanzigste steuerpflichtige Person zu den Einkommensmillionären.
Auch der Kanton Zug erreicht schweizweit die höchste Dichte an Spitzenverdienenden. Dort entfällt mehr als ein Einkommensmillionär auf 100 Steuerpflichtige.
Die Ergebnisse zeigen erneut den Einfluss der Steuerpolitik. Kantone wie Zug, Schwyz, Nidwalden und Obwalden ziehen überdurchschnittlich viele Personen mit hohen Einkommen an.
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Pfnüselküste überholt Goldküste
Traditionell gilt die Goldküste am rechten Zürichseeufer als bevorzugter Wohnort wohlhabender Menschen. Bei den Einkommensmillionären liegt inzwischen jedoch die sogenannte Pfnüselküste auf der linken Seeseite vorne.
In den Gemeinden der Goldküste leben insgesamt 718 Einkommensmillionäre. Auf der Pfnüselküste sind es 860. Besonders ins Gewicht fallen dabei Freienbach und Wollerau im Kanton Schwyz.
Auch Gemeinden wie Küsnacht (194), Zollikon (149), Kilchberg (102), Herrliberg (83) und Erlenbach (78) zählen weiterhin zu den Schweizer Spitzenstandorten.
Seen und Steuerpolitik prägen die Verteilung
Neben dem Zürichsee ziehen auch Regionen rund um den Zugersee und den Genfersee viele Spitzenverdienende an.
In der Zentralschweiz stechen Luzern (70), Meggen (58) und Hergiswil (52) hervor. Im Tessin zählt Lugano 100 Einkommensmillionäre.
Auch bekannte Tourismusorte weisen überdurchschnittlich viele Spitzenverdienende auf. Dazu gehören Saanen BE (48), Val de Bagnes VS mit Verbier (40), St. Moritz GR (37), Engelberg OW (19) und Crans-Montana VS (18).
Überraschend gut vertreten sind zudem kleinere Gemeinden wie Teufen AR mit 15 und Balgach SG mit zehn Einkommensmillionären.
Viele Gemeinden ohne Spitzenverdienende
In zahlreichen Gemeinden gibt es dagegen kaum oder gar keine Personen mit einem Einkommen von über einer Million Franken. Besonders tief ist die Dichte in den Kantonen Uri und Jura.
Da die ESTV aus Datenschutzgründen nur Gemeinden mit mindestens fünf Einkommensmillionären veröffentlicht, bleibt offen, ob in einzelnen kleineren Gemeinden überhaupt Spitzenverdienende wohnen.
Die Auswertung zeigt insgesamt, dass wirtschaftliche Zentren, steuergünstige Gemeinden und Regionen an grossen Seen weiterhin besonders attraktiv für Personen mit sehr hohen Einkommen bleiben.






