Eine 82-jährige Frau ist am Donnerstagnachmittag in Zürich Opfer eines mutmasslichen Telefonbetrugs geworden. Ein Unbekannter hatte sie zuvor telefonisch unter Druck gesetzt und die Herausgabe von mehreren zehntausend Franken verlangt. Die Stadtpolizei Zürich konnte im Kreis 9 eine 18-jährige Geldabholerin festnehmen, als diese 50’000 Franken abholen wollte.
82-Jährige unter Druck gesetzt
Am Donnerstagmorgen kontaktierte ein unbekannter Mann die 82-jährige Rentnerin telefonisch. Er forderte sie auf, bei ihrer Bank mehrere zehntausend Franken abzuheben.
Der Anrufer setzte die Frau nach Angaben der Stadtpolizei derart unter Druck, dass sie später nicht mehr sagen konnte, mit welcher Geschichte sie zur Geldübergabe gebracht werden sollte.
Mithilfe einer Nachbarin verständigte die 82-Jährige schliesslich die Stadtpolizei Zürich. Daraufhin rückten Fahnderinnen und Fahnder aus und begleiteten die weiteren Schritte der Frau.
50’000 Franken in präparierter Tasche
Unter Anleitung der Polizei wurde das Bargeld in Höhe von 50’000 Franken in einer präparierten Tasche deponiert. Die Tasche wurde anschliessend an dem vereinbarten Ort im Kreis 9 zurückgelassen.
Kurze Zeit später erschien eine unbekannte Frau und nahm die Tasche an sich. Die Fahnderinnen und Fahnder griffen daraufhin ein und nahmen die Geldabholerin in flagranti fest.
Bei der Festgenommenen handelt es sich gemäss Stadtpolizei Zürich um eine 18-jährige Ukrainerin mit Wohnsitz in der Schweiz.
Polizei warnt vor Telefonbetrug
Die Stadtpolizei Zürich weist erneut auf die wichtigsten Verhaltensregeln bei Telefonbetrug hin. Die Polizei stellt nie telefonische Geldforderungen.
Bargeld oder Wertgegenstände sollten niemals an unbekannte Personen übergeben oder an einem von Anrufenden bezeichneten Ort deponiert werden. Wer Zweifel an einem Anruf hat, sollte das Gespräch beenden und die Notrufnummer 117 wählen, um den Sachverhalt direkt mit der Polizei zu klären.
Auch Personen, die bereits Opfer eines Telefonbetrugs geworden sind, sollten unbedingt Anzeige erstatten. Das eigene Schamgefühl sollte niemanden davon abhalten, die Polizei zu informieren. Eine Anzeige kann dazu beitragen, weitere potenzielle Opfer zu schützen.






