Dramatischer Fund am Obergabelhorn
Ein Fund mit Gänsehautmoment:
Am 15. Oktober 2025 entdeckten Alpinisten beim Aufstieg zum Obergabelhorn oberhalb von Zinal (VS) menschliche Überreste im Gletscher.
Die nun abgeschlossene Untersuchung brachte Gewissheit:
Es handelt sich um einen seit 1994 vermissten Alpinisten – und schliesst damit ein Kapitel, das über 30 Jahre offen war.
Polizei fliegt zum Fundort auf dem Gletscher
Nach der Meldung durch die Bergsteiger wurde die Kantonspolizei Wallis per Helikopter zum Fundort geflogen.
Neben den Knochen wurden auch persönliche Gegenstände sichergestellt.
Die Staatsanwaltschaft eröffnete ein Verfahren, um die Herkunft der Überreste zu klären.
Eine DNA-Analyse bestätigte nun:
Es handelt sich um einen 1969 geborenen Schweizer, der am 4. November 1994 am Obergabelhorn verschwand.
Zwei Bergsteiger galten seit 1994 als vermisst
Damals waren zwei Männer gemeinsam auf Tour – beide galten als vermisst.
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Im Jahr 2000 wurde bereits ein Alpinist gefunden.
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Jetzt – 25 Jahre später – konnte auch der zweite Fall gelöst werden.
Der Fundort stimmt mit der damaligen Route überein. Die Gletscherbewegung hat die Überreste offenbar über Jahrzehnte transportiert und nun freigegeben.
Gletscher geben immer wieder Vermisste frei
Durch das Abschmelzen vieler Alpengletscher tauchen in den letzten Jahren immer wieder Überreste längst vermisster Personen auf – teils Jahrzehnte nach ihrem Verschwinden.
Beispiele:
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Theodulgletscher, Zermatt
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Aletschgletscher
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Glacier de Tsanfleuron
„Klimawandel beschleunigt die Freigabe von Verschütteten“, sagt ein Sprecher der Walliser Polizei.
Was Jahrzehnte verborgen blieb, kommt nun durch Eisrückgang ans Licht.










