Oslo: Erinnerungen an die Partynacht vor Gericht
Im Prozess gegen Marius Borg Høiby, den Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, werden die Ereignisse einer Partynacht im Dezember 2018 in Oslo verhandelt. Laut gmx.ch berichten zwei Zeuginnen, dass die Party in der Residenz des Kronprinzenpaares unauffällig und „lame“ war. Niemand habe sich auffällig verhalten, das mutmassliche Opfer habe das Spiel Flaschendrehen initiiert. Die Gäste hätten zusammengesessen und getrunken, manche seien betrunken gewesen, aber alle wach geblieben.
Høiby soll das Opfer in den frühen Morgenstunden sexuell berührt haben, während sie geschlafen habe. Er selbst erklärte, er könne sich nur an einvernehmlichen Sex erinnern. Das mutmassliche Opfer hatte angegeben, einen Blackout gehabt zu haben. Möglicherweise sei ihr jemand etwas eingeflösst worden, heisst es in norwegischen Medien.
Videoaufnahmen und digitale Spuren
Ermittler gaben vor Gericht an, dass Høiby die mutmassliche Tat auf Video festgehalten und später in eine App verschoben habe, die Dateien verstecken kann. Außerdem habe er während der Ermittlungen versucht, Inhalte auf seinem Handy aus der Ferne zu löschen.
Auch sein Suchverlauf war Thema: Vor Beginn der Ermittlungen soll Høiby Begriffe wie „Vergewaltigung“ und seinen eigenen Namen gegoogelt haben, offenbar um Gerüchte über sich selbst zu überprüfen.
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Vorwürfe und Prozesslast
Der 29-Jährige ist in 38 Punkten angeklagt:
vier Vergewaltigungen (eine mit Geschlechtsverkehr)
häusliche Gewalt
Körperverletzung
Drogenmissbrauch
Verstösse gegen Kontaktverbote
Sachbeschädigung
mehrere Verkehrsdelikte
Seine Anwälte betonen die psychische Belastung des Prozesses. Høiby sagte laut «Verdens Gang»: „Ich bin heute unfassbar müde.“ Kurz vor Prozessbeginn wurde er erneut festgenommen – wegen Drohungen mit einem Messer und Verstoss gegen Kontaktverbote.










