Zendaya sorgt mit einem besonderen Schmuckstück für eine internationale Debatte. Bei einem Pressetermin für den Film «Die Odyssee» trug die Schauspielerin Ohrringe mit rund 3.000 Jahre alten iranischen Goldmedaillons. Während einige den Look als Würdigung von Kulturerbe sehen, kritisieren andere die Verwendung antiker Artefakte als Luxusaccessoire.
3.000 Jahre alte Goldmedaillons als Schmuck
Für einen Fototermin in London präsentierte Zendaya ein weisses Kleid des französischen Modehauses Jacquemus kombiniert mit auffälligen Ohrringen des Londoner Juweliers Glenn Spiro. Die Besonderheit der Schmuckstücke sind die historischen Goldmedaillons aus dem ersten Jahrtausend vor Christus.
Die Medaillons sollen aus dem sogenannten Ziwiye-Schatz stammen, einer bedeutenden Sammlung antiker Kunstgegenstände aus der Mederzeit. Die Artefakte wurden laut verschiedenen Berichten Ende der 1940er-Jahre im Nordwesten des heutigen Iran entdeckt.
Der Juwelier liess die historischen Goldscheiben in 18-karätiges Gelbgold einfassen und mit Diamanten ergänzen. Nach Angaben des Unternehmens Barron London wurden die Originalstücke mit einer speziellen Fassung befestigt, damit die antiken Objekte nicht verändert oder beschädigt werden.
Kontroverse um den Umgang mit Kulturgut
Der Auftritt der Schauspielerin löste in den sozialen Medien schnell unterschiedliche Reaktionen aus. Einige Nutzerinnen und Nutzer begrüssten, dass die historischen Stücke durch den Auftritt weltweit Aufmerksamkeit erhalten und die kulturelle Bedeutung Irans sichtbar gemacht werde.
Andere kritisierten die Entscheidung und stellten die Frage, ob antike Artefakte überhaupt als Schmuck getragen werden sollten. Sie argumentieren, dass solche Objekte in Museen oder im Herkunftsland bewahrt werden müssten.
Laut GMX berichteten mehrere Medien über die Diskussionen rund um Zendayas Schmuck. Kritiker forderten teilweise eine Rückgabe der rund 3.000 Jahre alten Medaillons und verwiesen darauf, dass kulturelles Erbe nicht als reines Modeaccessoire betrachtet werden sollte.
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Schmuck als Erinnerung an iranische Kulturgeschichte
Barron London erklärte, historische Objekte könnten wichtige Gespräche über Herkunft, Erhalt und Wertschätzung kultureller Güter anregen. Die Schmuckstücke sollten nach Angaben des Unternehmens auch die lange Kunst- und Kulturgeschichte Irans hervorheben.
Die Debatte zeigt erneut, wie unterschiedlich der Umgang mit antiken Artefakten bewertet wird. Während die einen die Verbindung von Geschichte und moderner Mode begrüssen, sehen andere darin eine problematische Nutzung von Kulturgütern.
Zendaya mit mythologischem Look für «Die Odyssee»
Neben der Schmuckdebatte steht Zendaya derzeit auch wegen ihrer Rolle in Christopher Nolans Film «Die Odyssee» im Fokus. Für die Promotion setzt sie gemeinsam mit ihrem Stylisten Law Roach auf Auftritte, die an Figuren der griechischen Mythologie erinnern.
Im Film spielt Zendaya die Göttin Athene, die Tochter des Zeus sowie Göttin der Weisheit und des Krieges. Zum Ensemble gehören unter anderem Matt Damon, Tom Holland, Anne Hathaway, Lupita Nyong’o und Cate Blanchett.
Auch die Produktion des Films wurde bereits kontrovers diskutiert. Teile der Dreharbeiten fanden in Dakhla in der Westsahara statt, einem international umstrittenen Gebiet, das grösstenteils von Marokko kontrolliert wird.






