Tränen, Wut und Hoffnung auf den Strassen Israels.
Tausende Menschen fordern in bewegenden Szenen, dass die Hamas endlich die Leichen der getöteten Geiseln freigibt.
Während die Welt auf eine fragile Waffenruhe blickt, wächst der Druck – auch aus Washington.
Massenproteste in Tel Aviv, Haifa und Jerusalem
Zehntausende Israelis haben in mehreren Städten demonstriert, um die Rückgabe der 13 toten Geiseln zu fordern, die sich weiterhin im Gazastreifen befinden.
Laut der Zeitung Haaretz richteten sich die Proteste nicht nur gegen die islamistische Hamas, sondern auch gegen die rechtsreligiöse Regierung von Premierminister Benjamin Netanjahu (76).
Die grösste Kundgebung fand im Herzen von Tel Aviv statt – organisiert vom Forum der Geisel-Angehörigen, das von Zehntausenden Teilnehmenden sprach.
Auf den Plakaten stand: „Bringt sie nach Hause – alle!“
USA erhöhen Druck auf Hamas
US-Präsident Donald Trump (79) forderte die Hamas in einem Beitrag auf Truth Social auf, die Leichen der noch verbliebenen Geiseln „umgehend freizugeben“.
„Die Hamas wird damit beginnen müssen, die Leichen der gestorbenen Geiseln, darunter zwei Amerikaner, schnell zurückzugeben“, schrieb Trump.
Sollte die Gruppe dieser Forderung nicht nachkommen, drohten die USA und ihre Verbündeten mit Konsequenzen.
Laut ansa.it hat die Hamas im Rahmen des bestehenden Waffenruhe-Abkommens zugesagt, die sterblichen Überreste von 28 Geiseln zu übergeben. Bisher seien jedoch nur 15 übergeben worden.
Ägyptisches Team hilft bei Suche im Gazastreifen
Nach Angaben der Times of Israel hat ein ägyptisches Spezialteam mit persönlicher Genehmigung von Premier Netanjahu den Gazastreifen betreten. Ziel ist es, bei der Suche nach den Leichen der restlichen Geiseln zu helfen und deren Übergabe zu koordinieren.
Stimmen der Angehörigen: „Wir werden nicht ruhen“
Die Mutter des kürzlich freigelassenen israelischen Soldaten Matan Angrest schilderte in einer bewegenden Rede den Zustand ihres Sohnes:
„Ich kann die Narben kaum ansehen. Er erzählt mir immer noch nicht alles, was er durchgemacht hat.“
Anat Angrest fügte hinzu:
„Wir werden nicht ruhen, bis alle zurück sind – bis zur letzten Geisel.“
Die Hoffnung auf Frieden bleibt, doch die Wut über den menschlichen Preis des Krieges wächst.
Israel fordert Taten, nicht Worte.






