„Wir sind so krank wie unsere Geheimnisse“ – Schauspielerin meldet sich mit ehrlichem Statement zurück
Die US–Schauspielerin Natasha Lyonne hat öffentlich gemacht, dass sie nach zehn Jahren Nüchternheit rückfällig geworden ist. Auf der Plattform X wandte sie sich direkt an ihre Fans und Menschen in ähnlichen Situationen – mit offenen, bewegenden Worten über Sucht, Rückfall und Hoffnung.
Öffentliche Worte auf X: „Genesung ist ein lebenslanger Prozess“
Die 46-jährige Schauspielerin, bekannt aus Erfolgsserien wie Russian Doll und Poker Face, schrieb am Samstag:
„Meinen Rückfall öffentlich gemacht, mehr folgt.“
Wenig später folgte ein weiterer Post, in dem sie sich direkt an andere Betroffene richtete. Sie schrieb:
„Genesung ist ein lebenslanger Prozess. An alle da draussen, die kämpfen: Denkt daran, ihr seid nicht allein. Dankbar für Liebe und kluge Schritte.“
Lyonne kündigte ausserdem an, im Rahmen ihres neuen Filmprojekts Bamboo wieder nüchtern werden zu wollen. In dem Film, bei dem sie Regie führen, das Drehbuch schreiben und produzieren wird, geht es um eine Boxerin – und um Durchhaltewillen, im Sport wie im Leben.
„Tapeziert euren Geist mit Liebe“
In einem dritten Beitrag fand die Schauspielerin eindrückliche Worte für den inneren Kampf, den viele Suchtbetroffene führen.
„Bleibt ehrlich, Leute. Wir sind so krank wie unsere Geheimnisse. Falls es dir heute noch niemand gesagt hat: Ich liebe dich. Egal wie tief wir gefallen sind, wir werden sehen, wie unsere Erfahrung anderen helfen kann.“
Sie schloss mit dem Satz:
„Hört nicht auf, bevor das Wunder geschieht. Tapeziert euren Geist mit Liebe. Der Rest ist nur Lärm und Quatsch.“
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Humor, Härte und Hoffnung
Trotz der Ernsthaftigkeit des Themas zeigte Lyonne auch in der Krise ihren trockenen Humor. Auf Fan-Reaktionen antwortete sie unter anderem mit:
„Werde vielleicht ein Kiffer oder eine Nonne. Mal sehen.“
Einem anderen User schrieb sie:
„Absolut richtig, wir brauchen bessere Systeme und müssen die Scham beenden.“
Ein Leben voller Kämpfe
Lyonnes Kampf gegen Sucht ist kein neues Kapitel. Schon in den 2000er-Jahren war sie abhängig von Alkohol und Heroin. 2005 wurde sie mit kollabierter Lunge, Herzinfektion und Hepatitis C ins Spital eingeliefert – Folge jahrelangen Drogenkonsums.
2012 musste sie sich einer offenen Herzoperation unterziehen, um Schäden zu reparieren, die durch die Infektion entstanden waren. In einem Interview mit The Independent sagte sie später über diese Zeit:
„Ich war sehr verführt von dieser Kerouac-Fantasie, aus dem Leben auszusteigen, einfach in den Greyhound-Bus zu steigen und herauszufinden, worum es in der Welt geht.“
Dann fügte sie mit bitterer Selbstironie hinzu:
„Das ist natürlich eine Umschreibung für meine Junkie-Jahre.“
Laut gmx.ch fanden Lyonnes Statements grosse Resonanz in sozialen Medien. Tausende Nutzer:innen zeigten sich betroffen, dankbar und ermutigt durch ihre Offenheit.
Nächstes Projekt in Planung
Mit Bamboo kündigt Lyonne ein ambitioniertes Comeback an – vor und hinter der Kamera. Die Hauptfigur: eine Frau, die gegen innere und äussere Gegner kämpft. Lyonne selbst sagt, sie wolle für dieses Projekt „sauber“ sein.
Lyonnes Offenheit ist mehr als eine persönliche Beichte. Sie ist eine Botschaft an Millionen von Menschen, die ähnliche Kämpfe führen – und ein Aufruf, ehrlicher mit Rückfällen, Sucht und psychischer Gesundheit umzugehen.










