Nach dem schweren Erdbeben im Südwesten Japans ist die Zahl der Todesopfer weiter gestiegen. Rettungskräfte suchen in der Präfektur Kumamoto weiterhin nach Vermissten. Die Behörden befürchten, dass die Zahl der Opfer noch deutlich steigen könnte.
Rettungskräfte suchen weiter nach Vermissten
Nach dem Erdbeben der Stärke 7,1 in der Präfektur Kumamoto auf der südwestlichen Hauptinsel Kyushu haben die Behörden bislang mindestens 13 Todesopfer bestätigt. Das teilte Japans Ministerpräsidentin Sanae Takaichi am Tag nach der Naturkatastrophe mit.
Laut GMX berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf einen Regierungsbeamten, dass möglicherweise sogar Dutzende Menschen ums Leben gekommen sein könnten. Die Rettungsarbeiten dauern weiterhin an, während Einsatzkräfte unter eingestürzten Gebäuden nach Überlebenden und Vermissten suchen.
Durch das starke Beben wurden zahlreiche Gebäude und Strassen beschädigt. Zudem erlitten Dutzende Menschen Verletzungen.
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Explosion in Einkaufszentrum fordert weitere Opfer
Besonders schwer betroffen war ein Einkaufszentrum, in dem es nach dem Erdbeben zu einer heftigen Explosion kam. Nach stundenlangen Rettungsarbeiten wurden zwei Frauen tot geborgen. Eine weitere Person wurde mit «Herz- und Atemstillstand» aufgefunden – eine in Japan übliche Formulierung, bevor ein Arzt den Tod offiziell bestätigt.
Nach Angaben des Fernsehsenders NHK wird ein Gasleck als Ursache der Explosion vermutet. Fernsehbilder zeigten erhebliche Schäden am Gebäude. Laut dem Betreiber waren Kunden und Mitarbeitende vor der Explosion bereits vorsorglich evakuiert worden.
Weitere Schäden in der Region
Auch in einer Papierfabrik kam es zu schweren Schäden. Dort stürzte ein Schornstein ein. Zwei Personen wurden ebenfalls mit Herz- und Atemstillstand entdeckt, mehrere weitere galten zunächst als vermisst.
Die nationale Wetterbehörde warnt weiterhin vor starken Nachbeben in den kommenden Tagen. Die Behörden rufen die Bevölkerung zur Vorsicht auf.
Die Region Kumamoto war bereits vor zehn Jahren von einem schweren Erdbeben der Stärke 7,3 betroffen. Damals kamen Dutzende Menschen ums Leben, und die historische Burg von Kumamoto wurde schwer beschädigt. Auch beim aktuellen Beben wurde die Steinmauer der Burg erneut in Mitleidenschaft gezogen.






