Ein YB-Fan muss in Birmingham ins Gefängnis
Ein 36-jähriger Fan des BSC Young Boys ist nach Ausschreitungen während des Europa-League-Spiels in Birmingham zu zwei Monaten Haft verurteilt worden. Dies teilte die örtliche Polizei mit. Laut watson.ch soll der Mann einen Polizeibeamten angegriffen haben.
Die Szene ereignete sich am Donnerstagabend im Stadion von Aston Villa. Insgesamt nahm die Polizei acht YB-Fans fest – zwei während des Spiels, sechs weitere am Freitag am Flughafen Birmingham.
Vorwürfe: Angriffe, Wurfgegenstände und chaotische Szenen
Den Festgenommenen wird vorgeworfen, sich an gewalttätigen Ausschreitungen beteiligt zu haben. Die Polizei berichtet:
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Fans sollen Stadionsitze und Münzen geworfen haben.
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Ein Bierbecher traf Aston-Villa-Spieler Donyell Malen am Kopf.
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Ein Polizeibeamter wurde angegriffen.
Der verurteilte 36-Jährige gestand den Angriff, muss neben der Haftstrafe auch 200 Pfund Busse bezahlen.
Weitere YB-Fans in Untersuchungshaft
Drei weitere Männer (38, 24 und 18 Jahre alt) mussten am Samstag vor Gericht erscheinen und befanden sich zunächst weiter in Untersuchungshaft. Die West Midlands Police sprach von „ernsthaften Verstössen gegen die Stadion- und Sicherheitsregeln“.
YB fordert Aufklärung – EDA unterstützt Festgenommene
Der Berner Club bestätigte, dass er zusammen mit Anwälten Kontakt zu den Festgenommenen habe. YB-Verwaltungsratspräsident Marcel Brülhart erklärte, man begrüsse die konsequente Einzeltäterabklärung. Bei nachgewiesenen Straftaten drohe ein Stadionverbot.
Auch das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigte die Vorfälle. Die Schweizer Botschaft in London steht in Kontakt mit den Behörden und unterstützt die Betroffenen im Rahmen des konsularischen Schutzes.
Laut YB sei die Situation eskaliert, nachdem Captain Loris Benito auf Geheiss des Schiedsrichters den Dialog mit den Fans suchte. Die Polizisten, mit dem Rücken zum Spielfeld, hätten irrtümlich angenommen, die Fans wollten Richtung Rasen gelangen. Dadurch sei es zu den Ausschreitungen gekommen. Der Verein arbeitet daran, „das Geschehen vollständig aufzuklären“.










