Xiaomi ist 2026 erstmals mit einem grossen eigenen Auftritt auf der IFA in Berlin vertreten. Auf mehr als 3’300 Quadratmetern präsentiert der chinesische Technologiekonzern über 380 Produkte und Technologien. Neben Smartphones und Smart-Home-Geräten stehen vor allem die Elektroautos des Unternehmens und Xiaomis Pläne für den europäischen Markt im Mittelpunkt.
Xiaomis erster grosser IFA-Auftritt in Berlin fällt umfangreich aus. Nach eigenen Angaben zeigt der Technologiekonzern auf einer Fläche von mehr als 3’300 Quadratmetern über 380 Produkte, Technologien und Live-Demonstrationen.
Das Angebot reicht von Smartphones und Haushaltsgeräten bis zu Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz. Einen besonders grossen Stellenwert nimmt jedoch der noch junge Geschäftsbereich Xiaomi Auto ein.
Mehrere Fahrzeuge sind auf dem IFA-Stand zu sehen. Xiaomi will damit zeigen, wie das Auto künftig mit Smartphones und Smart-Home-Geräten innerhalb des eigenen Ökosystems «Human x Car x Home» verbunden werden soll.
Xiaomi plant Europa-Start für 2027
Xiaomi Auto bereitet den Markteintritt in Europa für 2027 vor. Während der IFA in Berlin unterzeichnete das Unternehmen nach eigenen Angaben Absichtserklärungen mit acht führenden deutschen Autohandelsgruppen.
Die Vereinbarungen sollen den Aufbau eines Vertriebs- und Servicenetzwerks in Europa vorbereiten. Damit schafft Xiaomi die Voraussetzungen für den geplanten Verkaufsstart seiner Fahrzeuge auf dem europäischen Markt.
Laut GMX will Xiaomi sein bestehendes Technologie-Ökosystem dabei auch auf das Auto ausweiten. Das Fahrzeug soll nicht isoliert betrachtet werden, sondern gemeinsam mit persönlichen Geräten und dem Smart Home funktionieren.
Vom Hypercar-Konzept bis zum SU7 Ultra
Zu den auffälligsten Fahrzeugen am Xiaomi-Stand gehört das Vision Gran Turismo. Das Elektro-Hypercar-Konzept wurde für die Rennspielreihe «Gran Turismo» entwickelt und soll zeigen, welche Vorstellungen Xiaomi bei Design, Aerodynamik und digitaler Interaktion verfolgt.
Das Vision Gran Turismo ist als Zukunftsstudie konzipiert. Es handelt sich nicht um eine konkrete Ankündigung eines unmittelbar bevorstehenden Serienfahrzeugs.
Daneben präsentiert Xiaomi mit dem SU7 Max und dem SU7 Ultra zwei Modelle, die näher am aktuellen Autogeschäft des Unternehmens liegen. Der SU7 Ultra gilt als technologisches Spitzenmodell der Baureihe und wurde unter anderem auf der Nürburgring-Nordschleife getestet.
Im April 2025 stellte der SU7 Ultra dort nach den Angaben des Unternehmens einen damaligen offiziellen Rundenrekord in der Kategorie «Electric Executive Car» auf.
Auto wird Teil des vernetzten Zuhauses
Neben Leistung und Fahrzeugdesign steht bei Xiaomi die Vernetzung im Mittelpunkt. Auf der IFA zeigt das Unternehmen unter anderem ein Szenario, bei dem das System während der Heimfahrt anhand von Standort, Uhrzeit und Wetter automatisch Funktionen im Zuhause anpasst.
So könnten beispielsweise Beleuchtung und Klimaanlage bereits vor der Ankunft aktiviert werden. Xiaomi verfolgt damit die Idee, dass das Fahrzeug künftig eng mit den übrigen Geräten des Unternehmens zusammenarbeitet.
Auch die bisherigen Verkaufszahlen zeigen die Bedeutung des Geschäftsbereichs. Seit dem Marktstart im März 2024 wurden nach Unternehmensangaben auf dem chinesischen Festland mehr als 700’000 Fahrzeuge ausgeliefert.
Xiaomi baut Autogeschäft international aus
Mit dem geplanten Europa-Start 2027 will Xiaomi den nächsten Schritt beim Aufbau seines Autogeschäfts machen. Deutschland spielt dabei eine wichtige Rolle, wie die geplanten Partnerschaften mit deutschen Autohandelsgruppen zeigen.
Die IFA-Premiere in Berlin dient damit nicht nur zur Präsentation neuer Technik. Xiaomi positioniert sich zunehmend als Anbieter, der Smartphones, Smart Home, Künstliche Intelligenz und Fahrzeuge innerhalb eines gemeinsamen Ökosystems verbinden will.
Der Auftritt zeigt zugleich, dass Xiaomi seine Aktivitäten in Europa über das bisherige Kerngeschäft mit Smartphones und Unterhaltungselektronik hinaus ausweiten möchte.






