Der Kampf um die Vorherrschaft bei Künstlicher Intelligenz nimmt weiter Fahrt auf. China und die USA liefern sich ein technologisches Rennen, bei dem es um Macht, Wirtschaft und globale Standards geht.
Nun fordert Chinas Staatschef Xi Jinping mehr Kontrolle über KI – gleichzeitig aber auch einen offeneren Zugang zu der Technologie.
Xi fordert sichere und kontrollierte KI
Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping sprach sich bei der Eröffnung der World AI Conference in Shanghai für strengere Regeln im Umgang mit Künstlicher Intelligenz aus.
KI müsse sicher und kontrollierbar bleiben, erklärte Xi.
Er forderte unter anderem:
- klare Gesetze für KI-Nutzung
- Überwachung möglicher Risiken
- Frühwarnsysteme gegen Missbrauch
- internationale Zusammenarbeit bei Standards
China will eigenen Weg im KI-Wettbewerb gehen
Laut GMX betonte Xi, dass die Entwicklung von KI nicht durch einzelne Länder oder geopolitische Konflikte eingeschränkt werden sollte.
China wolle die Technologie gemeinsam mit anderen Staaten weiterentwickeln.
Dabei kritisierte Peking indirekt Einschränkungen beim Zugang zu KI-Technologien. Die USA hatten zuletzt den Zugang zu bestimmten modernen KI-Modellen teilweise begrenzt.
Wettlauf mit den USA um die KI-Führung
China sieht sich im direkten Wettbewerb mit den Vereinigten Staaten.
Amerikanische Technologieunternehmen werfen chinesischen Firmen vor, unerlaubt auf US-Technologien zurückzugreifen, um eigene KI-Systeme zu entwickeln.
China weist diese Vorwürfe zurück.
Im Zentrum des Wettbewerbs stehen vor allem:
- leistungsfähigere KI-Modelle
- eigene Halbleitertechnologie
- internationale KI-Standards
- wirtschaftliche Vorteile durch Automatisierung
Neue internationale KI-Organisation in Shanghai geplant
Kurz vor Xis Rede unterzeichneten 29 Länder eine Vereinbarung zur Gründung einer internationalen Organisation für KI-Zusammenarbeit.
Die geplante Organisation WAICO mit Sitz in Shanghai soll:
- globale Zusammenarbeit fördern
- gemeinsame KI-Standards entwickeln
- Regeln für den Umgang mit KI diskutieren
Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem Russland, Indonesien und Kasachstan.
Chinesisches Start-up präsentiert neues KI-Modell
Parallel zur Konferenz stellte das chinesische Unternehmen Moonshot AI ein neues KI-Modell namens «Kimi K3» vor.
Nach Angaben des Unternehmens verfügt das Modell über 2,8 Billionen Parameter.
Parameter gelten als ein Hinweis auf die Komplexität eines KI-Modells. Grundsätzlich können mehr Parameter eine höhere Leistungsfähigkeit ermöglichen – garantieren aber nicht automatisch bessere Ergebnisse.
China holt bei KI-Technologie auf
Lange Zeit dominierten vor allem US-Unternehmen wie OpenAI und Anthropic den Markt für besonders leistungsfähige KI-Systeme.
Doch chinesische Entwickler machen zunehmend Fortschritte.
Experten erwarten, dass der Abstand zwischen amerikanischen und chinesischen KI-Modellen kleiner werden könnte – auch weil neue chinesische Modelle teilweise günstiger entwickelt werden.





