Wie alt wir werden, hängt offenbar stärker von unseren Genen ab als bisher gedacht.
Eine neue Studie zeigt, dass der genetische Anteil an der Lebensspanne deutlich höher liegt – trotzdem bleibt ein grosser Teil selbst beeinflussbar durch Lebensstil und Gesundheit.
Gene spielen eine grössere Rolle
Forschende vom Weizmann-Institut in Israel und weiteren Einrichtungen analysierten Daten von Zwillingskohorten, die zwischen 1870 und 1935 geboren wurden.
Die Ergebnisse zeigen:
Rund 55 Prozent der Lebenserwartung seien erblich bedingt.
Frühere Studien hatten den genetischen Einfluss systematisch unterschätzt, weil externe Todesursachen wie Unfälle oder Infektionskrankheiten nicht korrekt herausgerechnet wurden.
Diese Werte stimmen auch mit Schätzungen aus Tiermodellen wie Mäusen überein, laut gmx.ch.
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Gesund altern liegt auch in der eigenen Hand
Trotz der hohen Vererblichkeit betonen Altersforscher:
Die Phase der Fitness im Alter hängt stark von Lebensstil, Ernährung und Bewegung ab.
Ein gesunder Lebensstil kann die Auswirkungen genetischer Risiken mindern.
Ziel ist ein resilientes Altern bei möglichst kurzer Phase von Krankheit und Gebrechlichkeit.
Stephan Getzmann vom Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund erklärt:
„Ob ich mit 80 noch fit bin, habe ich zu einem grossen Teil selbst in der Hand.“
Auch andere Expert:innen wie Steve Hoffmann und Chiara Herzog bestätigen: Die Methodik der Studie ist überzeugend, um den genetischen Einfluss korrekt zu berechnen.
Weitere Forschung nötig
Die nächsten Schritte der Wissenschaft:
Identifikation spezifischer genetischer Varianten, die die Lebenserwartung beeinflussen
Verstehen der mechanistischen Prozesse des Alterns
Entwicklung von Strategien für resilientes Altern in der Bevölkerung










