Die Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere (DJFW) zieht Bilanz zur Präsenz und Regulierung des Wolfs im Wallis für die Jahre 2025/2026. Insgesamt wurden im Jahr 2025 kantonsweit 75 Wölfe formell identifiziert. Im Rahmen der reaktiven und proaktiven Regulierung wurden 27 Tiere entnommen.
Im Jahr 2025 konnten durch DNA-Analysen 75 Wölfe nachgewiesen werden, darunter 57 neue Individuen. Bestätigt wurden elf Rudel, davon zehn mit Reproduktion. Vier Rudel sind grenzüberschreitend. Die hohe Anzahl an Rudeln sorgt laut DJFW für einen erheblichen Druck auf die Berglandwirtschaft und die Wildbestände.
318 getötete Nutztiere im Jahr 2025
Im vergangenen Jahr wurden im Wallis insgesamt 318 Nutztiere bei 81 Angriffen vom Wolf getötet. Davon entfielen 191 Tiere auf das Oberwallis und 127 auf das Unterwallis. Zum Vergleich: 2024 wurden 341 und 2023 insgesamt 401 Nutztiere gerissen.
Drei Einzelabschüsse bei reaktiver Regulierung
Im Rahmen der reaktiven Wolfsregulierung erteilte der Vorsteher des Departements für Volkswirtschaft und Bildung, Christophe Darbellay, zwischen Juni und August 2025 drei Einzelabschussbewilligungen in den Regionen Goms-Aletsch, Sonnenberge-Lötschental und Mattertal. Die Abschüsse wurden von Berufswildhütern durchgeführt.
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Proaktive Entnahme von 24 Wölfen
Zwischen dem 1. September 2025 und dem 31. Januar 2026 wurden im Rahmen der proaktiven Regulierung insgesamt 24 Wölfe entnommen. Davon entfielen 17 Abschüsse auf drei vollständig regulierte Rudel (Chablais, Salentin und Simplon). Weitere sieben Jungwölfe wurden im Rahmen der Basisregulierung in den Rudeln Réchy-Anniviers, Nendaz-Isérables und Posette-Trient entnommen.
19 Abschüsse erfolgten durch Berufswildhüter, unterstützt von einer speziell ausgebildeten Unterstützungsgruppe Jagd. Fünf Tiere wurden durch befugte Jäger während der ordentlichen Jagd erlegt.
Hoher Aufwand für Wolfsmanagement
Die Entschädigungen für Nutztierrisse beliefen sich 2025 auf über 170’000 Franken. Für das Wolfsmanagement wurden insgesamt 13’390 Arbeitsstunden aufgewendet. Im Rahmen der Programmvereinbarung 2025–2028 des Bundes konnten zudem 3,2 Vollzeitstellen zur Unterstützung des kantonalen Wolfsmanagements geschaffen werden.
Der Kanton Wallis will die reaktive und proaktive Regulierung gemäss der seit Februar 2025 geltenden Jagdverordnung fortsetzen. Ziel bleibt eine langfristige Koexistenz von Mensch, Landwirtschaft und Wolf sowie die Reduktion von Nutzungskonflikten.










