Die Preise für Wohneigentum in der Schweiz sind im ersten Halbjahr 2026 erneut deutlich gestiegen. Besonders Einfamilienhäuser verteuerten sich stark. Eine Analyse von Moneypark und PriceHubble zeigt zudem: Das tiefe Zinsniveau beeinflusst die Finanzierung, während Saron-Hypotheken zunehmend gefragt sind.
Preise für Häuser und Wohnungen steigen weiter
Der Schweizer Immobilienmarkt bleibt trotz hoher Preise dynamisch. Gemäss der Analyse von Moneypark und PriceHubble stiegen die Preise für Eigentumswohnungen im ersten Halbjahr 2026 gegenüber Ende 2025 durchschnittlich um 2,4 Prozent.
Noch stärker entwickelten sich die Preise für Einfamilienhäuser. Diese verteuerten sich im gleichen Zeitraum um 3,7 Prozent. Besonders im zweiten Quartal beschleunigte sich der Preisanstieg nochmals deutlich.
Im Jahresvergleich legten Einfamilienhäuser schweizweit um 6,9 Prozent zu. Eigentumswohnungen wurden innerhalb eines Jahres durchschnittlich 5,9 Prozent teurer.
Regional zeigen sich jedoch Unterschiede. Bei Einfamilienhäusern verzeichnete die Deutschschweiz mit einem Plus von 8,2 Prozent den stärkeren Anstieg. In der Westschweiz betrug die Zunahme 3,4 Prozent.
Bei Eigentumswohnungen lagen die jährlichen Preissteigerungen näher beieinander: In der Deutschschweiz stiegen die Preise um 6,0 Prozent, in der Westschweiz um 5,5 Prozent.
Tiefes Zinsniveau beeinflusst Hypothekarwahl
Die anhaltend tiefen Zinsen wirken sich auch auf die Finanzierung von Wohneigentum aus. Immer mehr Käuferinnen und Käufer entscheiden sich für kurzfristige Finanzierungen mit variablen Zinssätzen.
Der Anteil von Saron-Hypotheken am von Moneypark vermittelten Hypothekarvolumen lag im ersten Halbjahr 2026 schweizweit bei 24 Prozent. Im zweiten Halbjahr 2025 waren es noch 22 Prozent.
Besonders beliebt sind Saron-Hypotheken in der Deutschschweiz. Dort entfielen 32 Prozent des vermittelten Hypothekarvolumens auf dieses Modell. Bei Neukäufen entschieden sich laut Analyse sogar mehr als 40 Prozent für eine Saron-Finanzierung.
In der Westschweiz ist diese Finanzierungsform deutlich weniger verbreitet. Dort lag der Anteil lediglich bei rund 10 Prozent.
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Zehnjährige Festhypothek bleibt Favorit
Trotz der steigenden Nachfrage nach variablen Modellen bleibt die zehnjährige Festhypothek das meistgewählte Produkt. Ihr Anteil am vermittelten Hypothekarvolumen betrug 38 Prozent.
Sehr lange Laufzeiten von elf Jahren oder mehr spielen dagegen kaum noch eine Rolle. Ihr Anteil lag lediglich bei rund einem Prozent.
Die Entwicklung zeigt, dass viele Käuferinnen und Käufer weiterhin Wert auf langfristige Zinssicherheit legen, während andere vom aktuellen tiefen Zinsumfeld profitieren möchten.
Versicherungen gewinnen Marktanteile
Bei den Anbietern bleiben Banken weiterhin die wichtigsten Hypothekarpartner. Ihr Marktanteil lag im ersten Halbjahr 2026 bei 70 Prozent.
Allerdings verloren Banken gegenüber dem zweiten Halbjahr 2025 Marktanteile. Damals lag ihr Anteil noch bei 74 Prozent.
Versicherungen konnten dagegen zulegen. Ihr Anteil stieg von 14 auf 19 Prozent. Pensionskassen kamen auf einen Marktanteil von 11 Prozent.
Moneypark empfiehlt, Angebote verschiedener Anbieter zu vergleichen. Besonders bei zehnjährigen Festhypotheken können die Unterschiede erheblich sein. In der Deutschschweiz beträgt die Differenz zwischen günstigsten und teuersten Anbietergruppen laut Analyse rund 40 Basispunkte, in der Westschweiz etwa 30 Basispunkte.
Bei einer Hypothek von 750’000 Franken kann dies über die gesamte Laufzeit Einsparungen von mehreren Zehntausend Franken bedeuten.






