Nach dem bitteren WM-Aus Kolumbiens sorgt ein erschreckender Vorfall für Aufsehen. Nationalspieler Jaminton Campaz und seine Familie sollen Morddrohungen erhalten haben.
Der kolumbianische Fussballverband verurteilt die Einschüchterungen scharf und fordert Konsequenzen gegen die Verantwortlichen.
Drohungen nach vergebener Torchance
Die Kritik entzündete sich an einer Szene im WM-Achtelfinale gegen die Schweiz.
Jaminton Campaz hatte in der Verlängerung die Möglichkeit, den entscheidenden Treffer für Kolumbien zu erzielen. Die Partie endete schliesslich nach einem Elfmeterschiessen mit einer Niederlage für die Südamerikaner.
Nach der Partie soll der 25-jährige Stürmer Ziel schwerer Drohungen geworden sein.
Verband stellt sich hinter Nationalspieler
Der kolumbianische Fussballverband veröffentlichte eine klare Stellungnahme und stellte sich hinter Campaz und seine Familie.
Laut GMX berichteten Medien, dass der Verband die Morddrohungen öffentlich gemacht und scharf verurteilt habe. Kein Sportler und kein Angehöriger dürfe bedroht werden, nur weil er sein Land im Sport vertrete.
Der Verband forderte zudem die Generalstaatsanwaltschaft auf, die Ermittlungen zur Identifizierung der Verantwortlichen zu beschleunigen.
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Campaz bleibt aus Sicherheitsgründen im Ausland
Wie Medien berichten, darunter «One Football», hat sich Campaz entschieden, aus Sicherheitsgründen vorerst nicht nach Kolumbien zurückzukehren.
Der Spieler, der beim argentinischen Klub Rosario Central unter Vertrag steht, reagierte auch selbst auf die Vorfälle.
«Zum Fussball gehören auch schwierige Momente», schrieb Campaz auf Instagram. Gleichzeitig rief er dazu auf, trotz Enttäuschung und Frustration den Respekt nicht zu verlieren.
Erinnerungen an den Fall Andrés Escobar
In Kolumbien wecken solche Drohungen besonders schmerzhafte Erinnerungen.
Bei der Weltmeisterschaft 1994 in den USA erzielte der kolumbianische Verteidiger Andrés Escobar ein Eigentor bei der Niederlage gegen das Gastgeber-Team.
Nur wenige Tage nach dem WM-Aus wurde Escobar in Medellín ermordet. Der Fall löste weltweit Entsetzen aus und gilt bis heute als eines der dunkelsten Kapitel der Fussballgeschichte.






