In Wil SG hat die Kantonspolizei St.Gallen am Donnerstagnachmittag, 3. September 2026, einen 38-jährigen Mann festgenommen. Er steht im Verdacht, als Geld-Abholer an einem versuchten Telefonbetrug beteiligt gewesen zu sein. Ein 93-jähriger Mann war zuvor von einem angeblichen Bankmitarbeiter zur Übergabe einer grösseren Geldsumme aufgefordert worden.
93-Jähriger von angeblichem Bankmitarbeiter kontaktiert
Am Mittwochnachmittag meldete sich der 93-Jährige bei der Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen. Er erklärte, von einem angeblichen Sicherheitsmitarbeiter einer Bank kontaktiert worden zu sein.
Der Anrufer forderte den Mann dazu auf, eine grössere Geldsumme abzuheben. Das Geld sollte am folgenden Tag an einem noch zu bestimmenden Ort deponiert werden.
Nach Eingang der Meldung nahm die Kantonspolizei St.Gallen Ermittlungen auf. Dadurch konnte verhindert werden, dass es zu einer Geldübergabe und damit zu einem finanziellen Schaden für den 93-Jährigen kam.
Verdächtiger im Raum Wil festgenommen
Am Donnerstagnachmittag konnten die Einsatzkräfte im Raum Wil einen Mann anhalten und festnehmen. Er steht im Verdacht, als sogenannter Geld-Abholer mit dem versuchten Telefonbetrug in Verbindung zu stehen.
Beim Festgenommenen handelt es sich gemäss Kantonspolizei St.Gallen um einen 38-jährigen ukrainischen Staatsbürger, der als Tourist in die Schweiz eingereist war. Die weiteren Ermittlungen erfolgen im Auftrag der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen.
Dabei wird unter anderem geprüft, ob der Festgenommene mit weiteren Delikten in Verbindung stehen könnte. Für den Beschuldigten gilt bis zu einem rechtskräftigen Urteil die Unschuldsvermutung.
Kantonspolizei warnt vor zunehmendem Telefonbetrug
Die Kantonspolizei St.Gallen stellt derzeit wieder eine Zunahme von Telefonbetrügen fest, bei denen es zu tatsächlichen Geldübergaben kommt. Seit Anfang August 2026 gingen bereits Anzeigen in sechs Fällen ein.
Nach ersten Tatbestandsaufnahmen wird die gesamte Deliktssumme dieser Fälle auf rund 400’000 Franken geschätzt. Die Polizei weist darauf hin, dass Betrüger häufig ältere Menschen als Opfer auswählen und sich beispielsweise als Polizisten, Mitarbeitende von Staatsanwaltschaften oder Strafverfolgungsbehörden, der Kriminalpolizei oder als Bankmitarbeitende ausgeben.
Die Kantonspolizei St.Gallen empfiehlt, bei entsprechenden Anrufen besonders vorsichtig zu sein und niemals aufgrund einer telefonischen Aufforderung Geld abzuheben oder an unbekannte Personen zu übergeben. Weitere Hinweise zum Schutz vor Telefonbetrug stellt die Polizei in ihrem Ratgeber zur Verfügung.






