Geheime Beratungen, widersprüchliche Interessen und eine explosive Mischung aus Wahlkampf und Geopolitik.
Neue Einblicke zeigen, wie sich mehrere politische Ziele im Umfeld von Donald Trump zu einer gefährlichen Eskalationsstrategie gegenüber Venezuela verdichteten.
Ein Abend im Oval Office mit weitreichenden Folgen
Es ist ein Frühlingsabend kurz vor dem Memorial Day.
Im Oval Office fragt Präsident Donald Trump seinen Aussenminister Marco Rubio, wie die USA härter gegen Venezuela vorgehen könnten.
Was als politische Abwägung beginnt, entwickelt sich zu einer Strategie mit militärischem Risiko.
Druck aus dem eigenen Lager
Trump stand damals unter starkem innenpolitischem Druck.
Kubanisch-amerikanische Abgeordnete – kritisch gegenüber linken Regierungen in Lateinamerika – forderten ein härteres Vorgehen gegen Nicolás Maduro.
Ihr Hebel:
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die Ölförderlizenz von Chevron in Venezuela
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ein zentrales Druckmittel gegen Caracas
Doch Trump zögerte.
Chevron war der letzte relevante US-Akteur in Venezuelas Ölindustrie – und ein Gegengewicht zu Chinas wachsendem Einfluss.
Stephen Miller und die militärische Option
Während Trump und Rubio über wirtschaftliche Sanktionen sprachen, brachte ein weiterer Berater neue Ideen ein: Stephen Miller.
Als Heimatschutzberater hatte Miller zuvor:
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Angriffe auf Fentanyllabore diskutiert
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später maritime Operationen gegen Drogenschmuggel geprüft
Venezuela produziert zwar kein Fentanyl – doch die Idee einer militärischen Machtdemonstration liess sich übertragen.
An diesem Punkt begannen sich drei politische Ziele zu überlagern:
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Schwächung von Maduro
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militärisches Vorgehen gegen Drogenkartelle
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Sicherung des Zugangs zu Venezuelas Öl für US-Unternehmen
Laut nytimes.com führten genau diese sich überschneidenden Interessen dazu, dass militärische Optionen zunehmend ernsthaft geprüft wurden.
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Geheime Direktive an das Pentagon
Zwei Monate später folgte der entscheidende Schritt.
Trump unterzeichnete eine geheime Direktive, die das Pentagon anwies:
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Militäroperationen gegen lateinamerikanische Drogenkartelle vorzubereiten
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insbesondere Seeangriffe einzuplanen
Offiziell ging es um Drogenbekämpfung.
De facto jedoch sollte eine massive US-Seestreitmacht vor der Küste Venezuelas zusammengezogen werden.
Venezuela im Zentrum der Eskalation
Die geplante Operation hätte:
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Venezuelas Regierung weiter unter Druck gesetzt
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US-Militärpräsenz in unmittelbarer Nähe des Landes massiv erhöht
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das Risiko einer direkten Konfrontation gesteigert
Beobachter sehen darin eine klassische Eskalationsdynamik, gespeist aus Wahlkampfinteressen, Wirtschaftsfragen und Sicherheitspolitik.










