Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schlägt Alarm: Die Zahl der Krebsdiagnosen könnte in den kommenden Jahrzehnten deutlich zunehmen. Ohne zusätzliche Massnahmen rechnen Experten bis 2050 mit fast doppelt so vielen Neuerkrankungen wie heute.
Neben einer besseren Vorsorge fordert die WHO vor allem einen gerechteren Zugang zu Behandlungen weltweit.
WHO erwartet 35 Millionen neue Krebsfälle pro Jahr
Nach dem aktuellen Krebsreport der WHO könnten im Jahr 2050 weltweit rund 35 Millionen Menschen neu an Krebs erkranken. Im Jahr 2024 waren es noch 20,6 Millionen Fälle.
Laut GMX nennt die WHO als Hauptgründe unzureichende Prävention sowie bekannte Risikofaktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum, Bewegungsmangel und Übergewicht.
Grosse Unterschiede bei der Behandlung
Die WHO kritisiert, dass Millionen Menschen weltweit keinen ausreichenden Zugang zu einer Krebsbehandlung haben.
So unterscheiden sich die Überlebenschancen je nach Land erheblich:
- Brustkrebs-Überlebensrate in wohlhabenden Ländern: rund 85 Prozent
- Brustkrebs-Überlebensrate in ärmeren Ländern: rund 40 Prozent
- Nur 39 Prozent aller Länder bieten eine grundlegende Krebsversorgung an
Die Organisation fordert deshalb mehr Investitionen in Prävention, Früherkennung und medizinische Versorgung.
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Krebs betrifft fast jeden Menschen
Nach Einschätzung der WHO werden rund 92 Prozent der Weltbevölkerung im Laufe ihres Lebens direkt oder indirekt mit Krebs konfrontiert – entweder als Betroffene oder durch enge Angehörige.
Zusätzlich belastet die Krankheit viele Familien finanziell erheblich. Laut WHO zählt Krebs weltweit zu den häufigsten Ursachen für medizinisch bedingte Überschuldung.
Übergewicht wird zum wachsenden Problem
Während der Tabakkonsum weltweit rückläufig ist, beobachten Experten bei anderen Risikofaktoren eine gegenteilige Entwicklung.
Besonders Sorgen bereiten:
- Übergewicht
- Bewegungsmangel
- hoher Alkoholkonsum
Zu den weltweit häufigsten Krebsarten gehören Brust-, Lungen-, Darm- und Prostatakrebs.
Prävention bleibt entscheidend
Nach Ansicht der WHO ist das Wissen über Krebs heute grösser denn je. Entscheidend sei nun, dieses Wissen konsequent in Prävention, Früherkennung und Behandlung umzusetzen.
Nur so könne der erwartete starke Anstieg der Krebsfälle in den kommenden Jahrzehnten wirksam gebremst werden.






