WhatsApp erweitert seine Gruppenfunktionen um mehrere neue Möglichkeiten. Nutzer können Umfragen künftig zeitlich begrenzen, nachträglich bearbeiten und anonym durchführen. Zudem lassen sich alle Mitglieder eines Chats gemeinsam erwähnen und aus bestehenden Gruppen neue Untergruppen mit ausgewählten Teilnehmern erstellen.
Mehr Kontrolle bei Umfragen
Wer regelmässig WhatsApp-Gruppen nutzt, kennt das Problem: Zwischen laufenden Gesprächen, Abstimmungen und zahlreichen Nachrichten kann schnell der Überblick verloren gehen. Mit den neuen Funktionen will Meta die Kommunikation in grösseren Gruppen übersichtlicher gestalten.
Nach Angaben von GMX können Umfragen künftig mit einem Enddatum versehen werden. Sobald die festgelegte Frist abgelaufen ist, sind keine weiteren Stimmen mehr möglich. Dadurch sollen Abstimmungen zeitlich klarer begrenzt werden.
Auch nach dem Erstellen einer Umfrage sind Änderungen möglich. Wer beispielsweise eine Antwort vergessen oder einen Fehler entdeckt hat, kann die Umfrage innerhalb von 15 Minuten bearbeiten.
Zusätzlich führt WhatsApp anonyme Abstimmungen ein. Die Teilnehmer können damit ihre Meinung abgeben, ohne dass für andere Gruppenmitglieder sichtbar ist, welche Option sie gewählt haben. Meta will dadurch erreichen, dass sich Nutzer bei Abstimmungen wohler fühlen und ihre Präferenzen offener mitteilen.
Mit @alle die gesamte Gruppe erreichen
Eine weitere Neuerung betrifft die Erwähnungen in Gruppenchats. Mit @alle können Nutzer künftig sämtliche Mitglieder einer Gruppe gleichzeitig markieren.
Das kann beispielsweise praktisch sein, wenn kurzfristig ein Termin geändert wird oder eine wichtige Information alle Teilnehmer erreichen muss. In Gruppen mit mehr als 32 Mitgliedern ist die Funktion allerdings auf Administratoren beschränkt.
Auch Personen, die einen Gruppenchat stummgeschaltet haben, erhalten bei einer solchen Erwähnung eine Benachrichtigung. Wer dies nicht möchte, kann entsprechende Hinweise über die Benachrichtigungseinstellungen anpassen.
Damit will WhatsApp eine Möglichkeit schaffen, wichtige Informationen gezielt an die gesamte Gruppe zu senden, ohne jedes Mitglied einzeln erwähnen zu müssen.
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Untergruppen für ausgewählte Teilnehmer
WhatsApp führt ausserdem eine Möglichkeit ein, direkt aus einer bestehenden Gruppe einen weiteren Gruppenchat mit ausgewählten Mitgliedern zu erstellen.
Das kann beispielsweise für die Organisation einer Reise, eines gemeinsamen Projekts oder einer Veranstaltung hilfreich sein. Statt eine komplett neue Gruppe aufzubauen, können Nutzer damit einen Teil der ursprünglichen Gruppe für ein bestimmtes Thema zusammenbringen.
Die neue Funktion soll gleichzeitig verhindern, dass wichtige Gespräche in einer grossen Gruppe zwischen zahlreichen anderen Nachrichten untergehen.
Rollout der neuen Funktionen beginnt
Der Rollout der neuen Funktionen startet laut heise online schrittweise. Wann sämtliche Nutzer die Neuerungen erhalten und ob es bei der Verfügbarkeit regionale Unterschiede geben wird, ist derzeit nicht bekannt.
Wie bei vielen WhatsApp-Updates können neue Funktionen zudem je nach Betriebssystem, Version der App und Konto schrittweise freigeschaltet werden. Nutzer müssen deshalb möglicherweise etwas warten, bis die neuen Möglichkeiten auf ihrem Gerät verfügbar sind.






