Ein WM-Turnier in Westafrika – und gleich drei grosse Fussballnationen als Gastgeber?
Was vor wenigen Jahren noch als unrealistisch galt, wird plötzlich wieder Thema.
Der Sportminister Ghanas schlägt nun vor, gemeinsam mit Nigeria und der Elfenbeinküste um die WM zu kandidieren. Und die Idee sorgt für Spannung.
Gemeinsame WM-Bewerbung: Ghana, Nigeria und Elfenbeinküste?
Laut pulsesports.ng brachte Ghanas Sportminister Kofi Adams kürzlich die Möglichkeit ins Spiel, dass Ghana, Nigeria und die Elfenbeinküste gemeinsam eine Fussball-WM ausrichten könnten.
Seine Argumentation:
Die FIFA verteilt Gastgeberrollen zunehmend auf mehrere Länder
Westafrika verfügt über die Infrastruktur grosser Fussballnation
Es wäre ein strategisches Signal und eine historische Premiere
„Die FIFA beginnt, dies mit einer Reihe von Nationen zu praktizieren. Wer weiss – vielleicht sind Ghana, Nigeria und die Elfenbeinküste die nächsten Gastgeber. Das wäre grossartig“, so Adams.
Rückblick: Afrikas bisherige Rolle als WM-Ausrichter
Die Fussball-Weltmeisterschaft hat bislang nur einmal auf dem afrikanischen Kontinent stattgefunden – 2010 in Südafrika.
Das nächste Turnier mit afrikanischer Beteiligung folgt 2030:
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Marokko ist offizieller Co-Gastgeber,
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gemeinsam mit Spanien und Portugal,
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dazu kommen drei südamerikanische Länder mit Eröffnungsspielen.
Damit wird die WM 2030 die multinationalste WM der Geschichte.
Westafrikas Chancen: Realistisch oder Wunschdenken?
Die jüngsten WM-Zuschläge zeigen einen klaren Trend:
Mehrere Gastgeberländer teilen sich die Verantwortung und Infrastruktur.
Beispiel:
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2026: USA, Mexiko, Kanada
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2030: 6 Länder (Europa, Afrika, Südamerika)
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2034: Saudi-Arabien allein
Eine Bewerbung aus Westafrika wäre also gut denkbar – allerdings erst für 2038 oder später, da die WM 2034 bereits vergeben ist.
Kofi Adams sieht die Region gut vorbereitet:
🇳🇬 Nigeria – einer der grössten Fussballmärkte Afrikas
🇬🇭 Ghana – regelmässig WM-Teilnehmer, grosse Stadien
🇨🇮 Elfenbeinküste – Gastgeber des Africa Cup 2023, grosse Investitionen
Was müsste passieren?
Damit Westafrika realistische Chancen hat, müssen mehrere Faktoren stimmen:
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Ausbau und Modernisierung zentraler Stadien
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Infrastruktur (Verkehr, Hotels, Sicherheit) weiter stärken
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Gemeinsamer politischer Rahmen für eine Bewerbung
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Finanzielle Garantien gegenüber der FIFA
Die Vision ist ambitioniert – aber nicht unrealistisch.










