Die Suche nach dem schwierigsten Job der Welt läuft
2026 endet die zweite Amtszeit von UNO-Generalsekretär António Guterres.
Die Vereinten Nationen stehen vor einer der heikelsten Personalentscheidungen ihrer Geschichte.
Krisen, Kriege, Budgetkürzungen und geopolitische Spannungen machen den Posten anspruchsvoller denn je.
Wer kandidiert für den Top-Posten?
Mehrere prominente Namen sind offiziell nominiert:
- Michelle Bachelet – frühere Präsidentin Chiles, breite UNO-Erfahrung
- Rafael Grossi – Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) aus Argentinien
- Rebeca Grynspan – Wirtschaftswissenschaftlerin und Ex-Vizepräsidentin Costa Ricas
- Macky Sall – ehemaliger Präsident des Senegals, nominiert von Burundi
Laut gmx.ch wurden diese Kandidaturen offiziell bei der UNO eingereicht.
Auffällig: Noch nie stand eine Frau an der Spitze der Vereinten Nationen – viele Beobachter fordern deshalb eine weibliche Nachfolge.
Wie läuft der Auswahlprozess?
Der Prozess startete offiziell am 25. November 2025:
- Nominierungen durch Mitgliedsstaaten
- Öffentliche Vorstellungs- und Dialogrunden (Livestream) im April
- Entscheidung im UNO-Sicherheitsrat
- Bestätigung durch die Generalversammlung
Kritik gibt es dennoch: Die fünf Vetomächte (USA, Russland, China, Frankreich, Grossbritannien) haben faktisch das letzte Wort.
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Wer waren die bisherigen UNO-Chefs?
Vor Guterres führten acht Männer die UNO:
- Trygve Lie (Norwegen)
- Dag Hammarskjöld (Schweden)
- U Thant (Myanmar)
- Kurt Waldheim (Österreich)
- Javier Pérez de Cuéllar (Peru)
- Boutros Boutros-Ghali (Ägypten)
- Kofi Annan (Ghana)
- Ban Ki-moon (Südkorea)
Eine Frau fehlt bis heute in dieser Liste.
Kritik und Reformideen
Beobachter kritisieren seit Jahren:
- Zu viel Intransparenz
- Zu grosser Einfluss der Vetomächte
- Zu wenig Mitsprache der Generalversammlung
Ex-UNO-Chef Ban Ki-moon schlug kürzlich vor, die Amtszeit auf einmal sieben Jahre zu begrenzen, um die Unabhängigkeit zu stärken.
Die riesigen Herausforderungen
Der oder die Nachfolger(in) übernimmt eine Organisation:
- In der grössten Budgetkrise ihrer Geschichte
- Mit zunehmender Kritik am Multilateralismus
- Mit eskalierenden Konflikten (Iran, Gaza, Ukraine, Sudan)
- Mit wachsenden Aufgaben bei Klima und Künstlicher Intelligenz
Guterres selbst muss 2026 das Budget um 15 % und die Mitarbeitendenzahl um 20 % kürzen.







