Neuer Ansatz gegen schwere Gefässkomplikationen
Gefässverschlüsse in den Beinen führen oft zu notfallmässigen Operationen oder Amputationen. Forschende am Universitätsspital Zürich haben nun gezeigt, dass Sirolimus-beschichtete Ballonkatheter die Zahl solcher Eingriffe deutlich senken können.
- Laut usz.ch konnten mit der neuen Behandlung Amputationen und Notfalloperationen reduziert werden.
So funktioniert die neue Behandlung
- Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) betrifft weltweit über 113 Mio. Menschen.
- Bisherige minimal-invasive Methoden, wie Ballonangioplastie mit oder ohne Stent, konnten Amputationen nur eingeschränkt verhindern.
- Sirolimus, bislang in Herzgefässen genutzt, wurde nun erstmals auf Ballonkathetern für Beinarterien getestet.
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Ergebnisse der SirPAD-Studie
- Teilnehmer: 1252 Patient:innen in 44 Schweizer Gefässzentren (Nov 2020 – Dez 2024), mittleres Alter 75 Jahre, 35% Frauen.
- Kritische Durchblutungsstörungen: 35%, chronische Gefährdung 45%, akuter Gefässverschluss 10%.
- Behandlung: Hälfte mit Sirolimus-beschichtetem Ballon, Hälfte mit unbeschichtetem Ballon.
Ergebnisse nach 1 Jahr:
- Amputationen oder Notfalloperationen: Sirolimus 8.8% vs. unbeschichtet 15%
- Insgesamt ungeplante Amputationen und Gefässwiedereröffnungen: Sirolimus 23% vs. unbeschichtet 30.8%
- Todesfälle: Sirolimus 11.8% vs. unbeschichtet 12.8%
- Unerwünschte Ereignisse: gleich in beiden Gruppen (58%)
Bedeutung für Patient:innen
«Mit den Sirolimus-beschichteten Ballonen konnten wir die Zahl grosser Amputationen und Notfalloperationen senken, ohne die Sterblichkeit zu erhöhen», sagt Nils Kucher, Direktor der Klinik für Angiologie am USZ.
- Jede verhinderte Amputation sei ein direkter Gewinn für die Lebensqualität der Patient:innen.
- Langfristige Ergebnisse der Behandlung werden noch untersucht.







