Ein Rückgang mit Ausnahmen
Weniger Medikamente im Stall: Die neue Auswertung der Antibiotikadaten für 2024 zeigt – der Einsatz in der Tiermedizin nimmt weiter ab.
Doch nicht alle Tierarten sind betroffen: Bei Rindern steigt der Verbrauch leicht an.
Wer erfasst die Zahlen?
IS ABV & BLV-Dashboard
Die Daten stammen aus der IS ABV-Datenbank, welche Vertriebs- und Verschreibungsdaten von Antibiotika in der Tiermedizin erfasst.
Seit 2024 werden sie erstmals öffentlich im Open-Data-Dashboard des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) dargestellt.
Zum Dashboard des BLV (Open Data)
Die zentralen Erkenntnisse
Rückgang bei Schweinen und Geflügel
Deutlicher Rückgang bei Antibiotika insgesamt
Auch kritische Wirkstoffe (z. B. Fluorchinolone) wurden weniger verschrieben
Verbesserte Haltungsbedingungen und Hygiene gelten als Ursachen
Leichter Anstieg bei Rindern
Betroffen: Milchkühe und Rindermast
Anstieg fällt moderat aus, aber wirkt dem Gesamttrend entgegen
Mögliche Ursachen: Erkrankungsspitzen, z. B. bei Atemwegserkrankungen
Stabile Werte bei Heim- und Sporttieren
Bei Hunden, Katzen und Pferden blieb der Verbrauch konstant
Keine signifikanten Veränderungen im Vergleich zu Vorjahren
Warum ist das wichtig?
Kampf gegen Resistenzen
Weniger Einsatz bedeutet:
Weniger Resistenzbildung
Gesündere Tierbestände
Weniger Rückstände in Lebensmitteln
Die Schweiz verfolgt mit dem Nationalen Strategieplan Antibiotikaresistenzen (StAR) ein Ziel: Den sorgsamen Umgang mit Antibiotika in Human- und Veterinärmedizin.







