Ringen um ein Ende des Ukraine-Kriegs: Warum Putin auf den Donbass pocht
Seit Monaten wird über ein mögliches Ende des Ukraine-Kriegs verhandelt.
Doch ein Punkt blockiert jede Annäherung – und er heisst Donbass.
Während internationale Vermittler auf Bewegung hoffen, macht Russlands Präsident Wladimir Putin eines klar: Hier gibt es keinen Spielraum.
Trump drängt – Putin bleibt hart
US-Präsident Donald Trump bemüht sich aktuell um neue Impulse für Friedensgespräche. Doch die Gespräche zwischen Moskau und Kiew verlaufen zäh.
Der Grund ist zentral:
Putin fordert Gebietsabtretungen im Osten der Ukraine. Präsident Wolodymyr Selenskyj lehnt das kategorisch ab.
Im Fokus stehen die Regionen:
Donezk
Luhansk
Beide sind teilweise von russischen Truppen besetzt, teilweise noch unter ukrainischer Kontrolle.
Putin fordert vollständigen Rückzug der Ukraine
Russland hat Donezk und Luhansk – zusammen mit Cherson und Saporischschja – bereits im September 2022 per Dekret annektiert.
Putins Forderung ist eindeutig:
Die Ukraine soll sich auch aus den noch kontrollierten Teilen des Donbass zurückziehen und diese vollständig Russland überlassen.
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Rohstoffe: Der wirtschaftliche Kern des Donbass
Ein entscheidender Faktor sind die enormen Rohstoffvorkommen in der Region.
Laut Merkur.de befinden sich rund 40 Prozent der ukrainischen Metallressourcen in den von Russland kontrollierten Gebieten im Osten und Süden der Ukraine.
Besonders relevant:
Lithium
Titan
Graphit
Seltene Erden
Diese Rohstoffe sind für:
Batterien
Elektrofahrzeuge
Smartphones
Windkraftanlagen
unverzichtbar.
Das grösste Lithium-Vorkommen der Ukraine liegt im Gebiet Donezk.
Strategischer Vorteil für Russland
Neben der Wirtschaft spielt auch die militärische Dimension eine grosse Rolle.
Der Donbass bietet:
wichtige Verteidigungs- und Nachschubpunkte
eine Schwächung der ukrainischen Ostverteidigung
potenzielles Sprungbrett für weitere Offensiven
Viele Analysten sehen in einem russisch kontrollierten Donbass einen langfristigen strategischen Vorteil – selbst nach einem Friedensabkommen.
Besonders bedeutsam ist zudem:
der Hafen von Mariupol
der Zugang zum Schwarzen Meer
Symbolik und Ideologie
Der Donbass ist für Putin nicht nur geopolitisch relevant, sondern auch symbolisch aufgeladen.
Der Kreml rechtfertigt den Krieg seit Beginn mit dem Narrativ, man müsse die russischsprachige Bevölkerung im Donbass schützen. Dieses Argument ist zentral für:
die innenpolitische Legitimation des Kriegs
Putins Idee einer „russischen Welt“
Ein Verzicht auf den Donbass würde diese Erzählung massiv beschädigen.
Neue Gespräche – wenig Hoffnung auf Durchbruch
Russland bestätigte inzwischen eine neue Gesprächsrunde zwischen Kiew, Moskau und Washington ab Mittwoch, 4. Februar.
Das ursprünglich geplante Treffen in Abu Dhabi wurde verschoben.
Im Zentrum sollen erneut Territorialfragen stehen.
Beobachter erwarten jedoch keinen schnellen Durchbruch.
Der Donbass ist für Putin:
wirtschaftlich wertvoll
militärisch strategisch
ideologisch unverzichtbar
Solange Moskau hier keine Zugeständnisse macht – und Kiew keine Gebietsverluste akzeptiert – bleibt ein Frieden in weiter Ferne.










