Wenn die Temperaturen fallen, stellt sich für viele Hundebesitzer dieselbe Frage: Ab wann braucht mein Hund einen Mantel?
Neue Erkenntnisse zeigen, dass Frauchen und Herrchen im Winter deutlich vorsichtiger werden – und ihre Hunde seltener ausführen.
Doch woran erkennen Sie, dass Ihr Vierbeiner wirklich friert?
Hundemäntel im Trend – doch nicht jeder Hund braucht einen
Die National Library of Medicine (NLM) fand heraus, dass Hundebesitzer bei kaltem Wetter 48,2 Prozent weniger Gassi gehen.
Gleichzeitig stiegen die Online-Suchanfragen nach Hundemänteln um 56 Prozent innerhalb der letzten 30 Tage.
Laut newsweek.com zeigt das: Viele Hundehalter suchen Orientierung – und Expertinnen sehen deutliche Unterschiede zwischen den Rassen.
Helen Webb, Sprecherin der Ergänzungsmarke YuMOVE, erklärt, dass einige Hunde von Natur aus gut an kalte Bedingungen angepasst sind. Andere dagegen brauchen zusätzlichen Schutz.
„Kurzhaarige Hunde oder Hunde mit geringem Körperfettanteil haben oft Schwierigkeiten mit Temperaturwechseln“, so Webb.
„Rassen mit dichterem Fell oder einer für Kälte ausgelegten Unterwolle können ihre Körpertemperatur besser regulieren.“
Wie Sie erkennen, ob Ihrem Hund kalt ist
Webb rät, besonders auf das Verhalten zu achten – es sei der deutlichste Hinweis darauf, ob ein Hund Wärme benötigt.
Typische Anzeichen:
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Zittern oder Muskelzittern
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Wärme suchen (z. B. Anlehnen, Nestbauverhalten)
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Unruhe oder Verstecken
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Langsameres Laufen oder Verweigern des Spaziergangs
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Kauerhaltung, eingezogener Schwanz
Welpen und ältere Hunde (ab etwa 8 Jahren) haben es zusätzlich schwer, ihre Körpertemperatur zu halten. Für sie kann ein Mantel besonders wichtig sein.
Warum Fell allein oft nicht reicht
Ein häufiger Irrglaube: „Hunde haben Fell, also frieren sie nicht.“
Webb widerspricht:
„Die Annahme, Hunde seien allein durch ihr Fell geschützt, kann gefährlich sein.“
Nur Hunde mit dichter, mehrlagiger Unterwolle – etwa Huskys oder Berghunde – sind wirklich kältefest.
Viele andere Rassen, besonders kurzhaarige oder kleine Hunde, profitieren deutlich von zusätzlicher Isolierung.
Worauf Sie beim Kauf eines Hundemantels achten sollten
Webb nennt drei entscheidende Kriterien:
1. Abdeckung
Ein guter Mantel sollte schützen:
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Hals
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Brust/Bauch
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Rutenansatz
Diese Bereiche verlieren besonders schnell Wärme.
Ein Mantel sollte zudem wind- und regenfest sein und volle Bewegungsfreiheit bieten.
2. Isolierung
Nicht jeder Hund braucht ein dickes Modell:
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Aktive Hunde: atmungsaktive, leichte Mäntel
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Kleine / ruhige Hunde: Fleece-, Wolle- oder Daunenmodelle
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Sehr dünne Hunde: besonders warm gefütterte Varianten
3. Einfache Handhabung
Viele Hunde mögen das Anziehen nicht.
Empfohlen werden Modelle:
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mit Clips, Klett oder Reissverschlüssen
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die geschirrfreundlich sind
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die sich schnell an- und ablegen lassen










