Zum Schulbeginn sind im Kanton Wallis wieder zahlreiche Kinder auf dem Schulweg unterwegs. Die Kantonspolizei Wallis führt deshalb gemeinsam mit den kommunalen Polizeien Präventionsaktionen und Verkehrskontrollen rund um Schulen und Haltestellen des Schülertransports durch. Im Zentrum steht 2026 die nationale Kampagne «Luege | Brämse | Halte», die zu angepasster Geschwindigkeit und erhöhter Aufmerksamkeit aufruft.
Kampagne «Luege | Brämse | Halte»
Die Walliser Polizeikorps beteiligen sich bereits zum zweiten Mal an der nationalen Kampagne des Touring Club Schweiz (TCS) und des Fonds für Verkehrssicherheit (FVS). Nachdem 2025 das Thema «Luege» im Mittelpunkt stand, liegt der Schwerpunkt 2026 auf «Brämse».
Fahrzeuglenkende sollen ihre Geschwindigkeit insbesondere in der Nähe von Schulen, in Wohnquartieren und bei Haltestellen des öffentlichen Verkehrs den jeweiligen Verhältnissen anpassen. Wer langsamer fährt, verkürzt den Anhalteweg und kann dadurch schneller auf unerwartete Situationen reagieren.
Die Kampagne wird 2027 mit dem Schwerpunkt «Halte» abgeschlossen.
Kinder im Strassenverkehr besonders gefährdet
Kinder gehören zu den besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmenden. Viele von ihnen legen ihren Schulweg erst seit kurzer Zeit selbstständig zurück und können sich im Strassenverkehr unerwartet verhalten.
Zudem können Kinder Geschwindigkeiten und Distanzen noch nicht so zuverlässig einschätzen wie Erwachsene. In der Nähe von Schulen besteht beispielsweise die Gefahr, dass ein Kind plötzlich zwischen parkierten Fahrzeugen, hinter einer Hecke oder einem anderen Hindernis auf die Fahrbahn tritt.
Auch bei eingehaltenem Tempolimit kann eine den Verhältnissen nicht angepasste Geschwindigkeit dazu führen, dass ein Fahrzeug nicht rechtzeitig angehalten werden kann.
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Prävention und gezielte Kontrollen
Die Kantonspolizei Wallis führt ihre Aktionen gemeinsam mit den kommunalen Polizeien in zwei Bereichen durch. Einerseits sollen Präventionsaktionen die Verkehrsteilnehmenden für das richtige Verhalten sensibilisieren.
Andererseits finden in der Nähe von Schulen und Haltestellen des Schülertransports gezielte Kontrollen statt. Dabei wird insbesondere die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzungen sowie der Vortritt gegenüber Fussgängerinnen und Fussgängern überprüft.
Empfehlungen für Fahrzeuglenkende
Die Kantonspolizei Wallis empfiehlt Fahrzeuglenkenden, den Leitsatz «Luege | Brämse | Halte» zu beachten. Besonders rund um Schulen, Wohnquartiere und Bushaltestellen ist mit Kindern und unerwarteten Reaktionen zu rechnen.
Fussgängerinnen und Fussgängern soll auf dem Fussgängerstreifen stets der Vortritt gewährt werden. Zudem soll die Geschwindigkeit den tatsächlichen Verkehrs- und Strassenverhältnissen angepasst werden, auch wenn die erlaubte Höchstgeschwindigkeit eingehalten wird.
Tipps für Eltern und Kinder
Auch Eltern können dazu beitragen, den Schulweg sicherer zu machen. Die Kantonspolizei Wallis empfiehlt, Kinder unter sieben Jahren auf dem Schulweg zu begleiten oder begleiten zu lassen.
Der Schulweg sollte möglichst sicher gewählt und regelmässig gemeinsam geübt werden. Kinder sollten zudem über das richtige Verhalten als Fussgänger, Velofahrerin oder Velofahrer sowie als Benutzer eines Trottinetts informiert werden.
Helle Kleidung und reflektierende Elemente können die Sichtbarkeit der Kinder verbessern, insbesondere am frühen Morgen. Die Polizei betont, dass die Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg eine gemeinsame Verantwortung ist.






