Die Kantonspolizei Wallis hat im Juli 2026 vier Raserdelikte festgestellt. Drei Fälle ereigneten sich auf der Grimselstrasse in Oberwald, ein weiterer auf einer Kantonsstrasse in Ollon. Zudem wurde ein Fall von AdBlue-Manipulation bei einem Schwerfahrzeug aufgedeckt. Seit Jahresbeginn wurden im Kanton insgesamt 26 Raserdelikte registriert.
Vier massive Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt
Im Rahmen der Verkehrskontrollen im Juli stellte die Kantonspolizei Wallis mehrere schwere Verkehrsverstösse fest.
Drei der vier Raserdelikte ereigneten sich auf der Grimselstrasse in Oberwald, wo die Höchstgeschwindigkeit auf dem betroffenen Abschnitt 80 km/h beträgt.
Am Freitag, 3. Juli 2026, kurz vor 13 Uhr, wurde ein 43-jähriger französischer Automobilist mit einer Geschwindigkeit von 148 km/h gemessen. Rund eineinhalb Stunden später registrierten die Einsatzkräfte einen 33-jährigen Schweizer Motorradfahrer mit 150 km/h.
Am Donnerstag, 9. Juli 2026, kurz vor 15 Uhr, wurde auf derselben Strecke ein weiterer Motorradfahrer kontrolliert. Der 35-jährige britische Lenker war mit 148 km/h unterwegs.
Weiteres Raserdelikt in Ollon
Am Samstag, 25. Juli 2026, gegen 8.45 Uhr, wurde auf der Kantonsstrasse in Ollon ein weiterer schwerer Geschwindigkeitsverstoss festgestellt.
Ein 22-jähriger Schweizer Automobilist wurde mit 129 km/h gemessen, obwohl auf diesem Abschnitt lediglich 60 km/h erlaubt sind.
Alle vier Lenker wurden bei der Dienststelle für Strassenverkehr und Schifffahrt sowie bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.
Bei Raserdelikten drohen gemäss geltender Gesetzgebung eine Freiheitsstrafe von bis zu vier Jahren sowie ein Führerausweisentzug von mindestens zwei Jahren.
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AdBlue-System bei Lastwagen manipuliert
Neben den Geschwindigkeitsdelikten deckten die Behörden im Juli auch einen Fall von AdBlue-Betrug auf.
Am Donnerstag, 2. Juli 2026, kontrollierten die für die Überwachung des Schwerverkehrs zuständigen Einsatzkräfte im Oberwallis kurz vor 18 Uhr in Brig eine in Serbien immatrikulierte Fahrzeugkombination.
Bei der technischen Kontrolle wurden erhebliche Mängel an der Bremsanlage des Sattelaufliegers festgestellt. Zudem stellten die Kontrolleure fest, dass das Abgasreinigungssystem mit AdBlue durch eine Manipulation der Fahrzeugsoftware deaktiviert worden war.
Fahrzeug musste instandgesetzt werden
Durch die Manipulation konnte das Fahrzeug die geltenden Umweltvorschriften umgehen, da die Reduktion der Schadstoffemissionen nicht mehr ordnungsgemäss funktionierte.
Der 25-jährige serbische Chauffeur sowie der Verantwortliche des Unternehmens wurden bei der Dienststelle für Strassenverkehr und Schifffahrt angezeigt. Die ausgesprochenen Bussen belaufen sich insgesamt auf knapp 10’000 Franken.
Das Fahrzeug musste vor der Weiterfahrt vorschriftsgemäss instandgesetzt werden.






