Ein Feuer auf Korsika hat für viele Wanderer eine unerwartete Zwangspause ausgelöst. Rund 200 Menschen konnten einen Abschnitt des berühmten Fernwanderwegs GR20 vorübergehend nicht verlassen.
Inzwischen gibt es Entwarnung: Die Gäste einer Berghütte konnten sicher weiterziehen.
Waldbrand stoppt Wanderer auf dem berühmten GR20
Der Waldbrand nahe der nordkorsischen Stadt Corte sorgte am Donnerstag für eine Sperrung eines Abschnitts des bekannten Fernwanderwegs GR20.
Betroffen waren rund 200 Wanderer, die sich bei der Tighjettu-Schutzhütte befanden und ihre Route zunächst nicht fortsetzen konnten.
Die örtlichen Behörden gaben später Entwarnung:
- alle Wanderer konnten die Hütte verlassen
- niemand wurde verletzt
- die Evakuierung verlief ohne grössere Probleme
Feuer zerstört grosse Vegetationsflächen
Laut GMX brach der Brand an mehreren Stellen rund um Corte aus. Bis Mittwochabend wurden nach Angaben der Feuerwehr etwa 180 Hektar Vegetation zerstört.
Die Einsatzkräfte kämpften gegen die Flammen unter schwierigen Bedingungen:
- trockene Böden
- hohe Temperaturen
- erhöhte Waldbrandgefahr
- teilweise schwer zugängliches Gelände
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GR20: Einer der bekanntesten Wanderwege Europas
Der GR20 zählt zu den spektakulärsten Fernwanderwegen Europas.
Die Route führt quer durch Korsika:
- Länge: rund 180 Kilometer
- Verlauf: vom Norden bis in den Süden der Insel
- Landschaft: Berge, Wälder und alpine Abschnitte
Die Schutzhütten entlang der Strecke sind besonders im Sommer stark besucht. Jährlich werden dort rund 150.000 Übernachtungen gezählt.
Frankreich kämpft gegen neue Waldbrände
Der Brand auf Korsika ist Teil einer grösseren Waldbrandlage in Frankreich.
Das Land erlebt derzeit die dritte Hitzewelle des Jahres. Auch andere Regionen sind betroffen.
Besonders schwer getroffen wurde:
- der Wald von Fontainebleau südlich von Paris
- rund 2000 Hektar Fläche wurden dort seit Sonntag zerstört
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron besuchte am Donnerstag das betroffene Gebiet und sprach mit Einsatzkräften.
Waldbrandsaison 2026 besonders angespannt
Seit Jahresbeginn sind in Frankreich bereits mehr als 32.000 Hektar Land verbrannt.
Damit liegt die zerstörte Fläche schon jetzt über dem Wert der gesamten Waldbrandsaison 2025.
Experten sehen als Hauptgründe:
- extreme Trockenheit
- lange Hitzeperioden
- zunehmende Gefahr durch Vegetationsbrände






