Sie rufen plötzlich an, klingen seriös – und behaupten, Ihre Bankkarte sei in Gefahr.
Doch dahinter steckt oft ein perfider Betrug.
Die Kantonspolizei warnt: Falsche Bankangestellte sind derzeit wieder besonders aktiv.
So funktioniert die neue Betrugsmasche
Kriminelle manipulieren ihre Telefonnummer so, dass auf dem Display eine echte Banknummer erscheint.
Dann geben sie sich als Mitarbeitende, Sicherheitsabteilung oder Fraud-Team aus.
Ihr Ziel: Angst erzeugen, Stress aufbauen – und vertrauliche Daten erbeuten.
Typische Behauptungen der Täter:
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„Wir haben eine verdächtige Zahlung blockiert.“
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„Jemand versucht, auf Ihr Online-Banking zuzugreifen.“
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„Ihr Konto ist kompromittiert – handeln Sie sofort!“
Sobald das Opfer verunsichert ist, fordern die Täter vertrauliche Informationen.
Warnzeichen, die Sie sofort misstrauisch machen sollten
Typische Red Flags:
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Dringender Tonfall („Sie müssen sofort reagieren!“)
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Fragen nach Passwörtern, Codes, PINs oder Kartendetails
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Aufforderungen, Software zu installieren oder Fernzugriff zu erlauben
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Mehrere, hartnäckige Anrufe hintereinander
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Druck, Links zu öffnen oder Anweisungen blind zu befolgen
Kein seriöses Finanzinstitut fragt jemals nach Zugangsdaten oder fordert Remote-Zugriff.
Was Sie bei solchen Anrufen tun sollten
Die wichtigsten Schutzmassnahmen:
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Gespräch sofort beenden
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Keine Daten preisgeben
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Ihre Bank selbst und über offizielle Kanäle kontaktieren
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Keine Links öffnen, die per SMS, Messenger oder E-Mail kommen
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Den Vorfall bei der Polizei melden:
Telefon: 0848 25 55 55
E-Mail: prevenzione@polca.ti.ch
Die Polizei ruft nie an, um Online-Banking-Daten zu verlangen.
Warum diese Masche so gefährlich ist
Betrüger arbeiten professionell:
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Sie kennen oft Namen und teilweise sogar Kontodaten.
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Die Anrufe wirken seriös und technisch plausibel.
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Durch „Spoofing“ erscheint eine echte Banknummer – was viele Opfer überzeugt.
Ein einziger herausgegebener Code kann reichen, um hohe Geldbeträge zu verlieren.










