Der Privatjet-Konzern Vista Global von Thomas Flohr prüft einen milliardenschweren Börsengang in Europa. Als mögliche Handelsplätze werden unter anderem Zürich und Mailand genannt. Das Unternehmen könnte dabei mit mehr als 10 Milliarden Dollar bewertet werden und mehr als 1 Milliarde Dollar neues Kapital aufnehmen.
Vista Global ist die Dachgesellschaft hinter den Privatjet-Marken VistaJet und XO. Gründer und Verwaltungsratspräsident Thomas Flohr hält laut Berichten rund 84 Prozent des Unternehmens. Der Schweizer Unternehmer hat Vista seit der Gründung von VistaJet im Jahr 2004 zu einem weltweit tätigen Anbieter von Geschäftsflugreisen ausgebaut.
Zürich als möglicher Börsenplatz
Nach Informationen von Bloomberg wird eine europäische Erstkotierung geprüft. Neben Mailand kommt demnach auch Zürich als möglicher Börsenplatz infrage. Konkrete Entscheide über den Handelsplatz oder einen definitiven Börsengang sind allerdings noch nicht gefallen.
Vista Global könnte mit dem Börsengang mehr als 1 Milliarde Dollar aufnehmen. Gleichzeitig wird eine Unternehmensbewertung von über 10 Milliarden Dollar angestrebt. Als möglicher Zeitpunkt wird das Jahr 2027 genannt. Die Planung befindet sich damit noch in einer frühen Phase.
Für die Vorbereitung sollen unter anderem Bank of America, UBS und UniCredit als Berater eingebunden sein. Ein Börsengang wäre für Flohr ein bedeutender Schritt, nachdem Vista in den vergangenen Jahren stark über Zukäufe und die Zusammenführung verschiedener Anbieter gewachsen ist.
Von wenigen Flugzeugen zum globalen Anbieter
Thomas Flohr gründete VistaJet 2004 und baute das Unternehmen zunächst mit einer kleinen Flotte auf. Mit der Gründung von Vista Global im Jahr 2018 entstand eine Holding, die verschiedene Geschäftsbereiche der privaten Luftfahrt bündelt. Dazu gehören heute insbesondere VistaJet und XO.
Vista selbst bezeichnet sich inzwischen als führendes Unternehmen der Business Aviation. Die Gruppe nennt mehr als 200 Flugzeuge in der eigenen Flotte sowie über 2100 weitere Jets im Partnernetzwerk. Das Angebot reicht von individuellen Privatjet-Flügen bis zu langfristigen Mitgliedschafts- und Stundenmodellen.
Ein Börsengang wäre für Vista nicht der erste Versuch, einen solchen Schritt grundsätzlich zu ermöglichen. Bereits in früheren Jahren war eine Kotierung Thema. Flohr hatte 2025 allerdings erklärt, dass damals kein Börsengang verfolgt werde. Im Frühjahr 2026 liess er die Möglichkeit eines späteren IPO erneut offen.
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