Sie durchsuchten das Haus in der Nacht.
Hinter einem Heizkörper fanden sie den Mann, der jahrelang untertauchte – in einer Mauer.
Der Fall von Ciro Andolfi, einem der meistgesuchten Camorra-Bosse Italiens, klingt wie aus einem Mafia-Film – ist aber Realität.
Ciro Andolfi: Einer der gefährlichsten Männer Italiens
Ciro Andolfi, 49 Jahre alt, gehörte zu den 100 meistgesuchten Straftätern Italiens.
Laut italienischem Innenministerium war er seit 2022 auf der Flucht. Der Vorwurf:
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Mitgliedschaft in einer Mafiaorganisation (Camorra)
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Erpressung mit mafiösen Methoden
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Korruption
Ein Haftbefehl lag vor – Andolfi hatte noch eine Reststrafe von über acht Jahren abzusitzen.
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Zugriff in der Nacht: So wurde Andolfi entdeckt
In einer Wohnung im Viertel Barra im Osten Neapels wurde er jetzt festgenommen.
Doch der Zugriff war alles andere als einfach.
Das Versteck:
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Zugang versteckt hinter einem Heizkörper
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dahinter ein schmaler Mauergang
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im Inneren:
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ein Vogelkäfig
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eine Madonnen-Statue
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eine Matratze und spärliche Beleuchtung
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Ein Video der Carabinieri, das den Zugriff dokumentiert, zeigt, wie der Heizkörper abgenommen und das Versteck geöffnet wird – ganz in der Dunkelheit der Nacht.
Wie gmx.net berichtet, war das Versteck gemauert und so raffiniert integriert, dass es selbst bei Hausdurchsuchungen unentdeckt blieb.
Die Camorra: Italiens unterschätzte Mafia
Im Gegensatz zur Cosa Nostra ist die Camorra dezentral organisiert – mit autonomen Clans, die meist in Neapel und der Region Kampanien agieren.
Sie gelten als besonders gewalttätig und schwer zu durchdringen.
Andolfi soll ein führendes Mitglied eines dieser Clans gewesen sein – mit Zugriff auf Geldflüsse, Erpressungsnetzwerke und lokale Kontrolle in mehreren Vierteln Neapels.
Ein versteckter Raum, ein Vogelkäfig – und ein gefährlicher Mann.
Die Festnahme von Ciro Andolfi ist ein seltener Erfolg im Kampf gegen die Mafia. Doch die Camorra lebt weiter – im Schatten von Neapel.










