Ein Entscheid, der international für scharfe Reaktionen sorgt.
Zwei Orcas aus Frankreich sollen in einen spanischen Zoo gebracht werden – trotz massiver Kritik von Tierschutzorganisationen.
Für viele Aktivisten ist der Schritt ein Rückschritt im Umgang mit Meeressäugern.
Geplanter Transfer sorgt für Empörung
Die beiden Orcas Wikie und Keijo stammen aus dem ehemaligen Freizeitpark Marineland Antibes in Frankreich.
Dort wurde die Haltung von Meeressäugern in den letzten Jahren stark eingeschränkt.
Nun steht ihre Verlegung in den Zoo Loro Parque auf Teneriffa im Raum.
Dort werden seit Jahren Orcas und Delfine in Shows präsentiert.
Massive Kritik von Tierschutzorganisationen
Die Organisation Born Free warnt deutlich vor den Folgen.
Sie erklärt, die Tiere würden dort weiterhin für Unterhaltung und möglicherweise Zucht genutzt.
Auch zwölf europäische Umweltorganisationen haben sich eingeschaltet.
Hauptkritikpunkte:
- weitere Nutzung in Shows
- mögliche Zuchtprogramme
- unzureichende Beckenbedingungen
Streit um Alternativen eskaliert
Ursprünglich war sogar ein Umzug in ein Schutzgebiet in Kanada geplant.
Das Projekt des Canadian Whale Sanctuary Project hätte den Tieren ein natürlicheres Umfeld geboten.
Doch Experten warnten vor zu kaltem Wasser – der Plan wurde gestoppt.
Frankreichs Regierung unter Druck
Der französische Minister für den ökologischen Wandel Mathieu Lefèvre hatte zunächst andere Pläne unterstützt.
Später wurde jedoch die Verlegung nach Spanien erneut aufgegriffen.
Laut Regierung soll der Transfer bis Ende Juni erfolgen.
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Kritik auch an spanischer Anlage
Der Loro Parque steht seit Jahren in der Kritik.
Berichte weisen auf folgende Probleme hin:
- zu kleine Becken
- wiederholte Todesfälle bei Orcas
- umstrittene Showprogramme
Vier Orcas sollen dort zwischen 2021 und 2024 gestorben sein.
Befürworter verteidigen Haltung
Der Zoo weist die Kritik zurück.
Vertreter betonen:
- medizinische Betreuung auf hohem Niveau
- wissenschaftliche Programme
- Bildungsauftrag für Besucher
Der Zoo spricht von „pädagogischen Präsentationen“ statt Unterhaltung.
Grundsatzdebatte um Gefangenschaft
Fachleute erinnern daran, dass Orcas in Freiheit grosse Distanzen zurücklegen.
Bis zu 160 Kilometer pro Tag sind möglich.
In Gefangenschaft bleibt ihnen oft nur ein Bruchteil dieses Raums.
Der geplante Transfer von Wikie und Keijo zeigt, wie tief der Konflikt zwischen Tierschutz und Freizeitindustrie weiterhin ist.






