Vom Quadruple-Traum zur Titelangst
Noch vor wenigen Wochen träumte man beim FC Arsenal von einer historischen Saison. Vier Titel schienen möglich. Premier League, League Cup, FA Cup und Champions League – das «Quadruple» lag in Reichweite.
Inzwischen ist die Realität deutlich rauer geworden.
Zwar steht das Team von Mikel Arteta nach einem zähen 0:0 gegen Sporting Lissabon im Halbfinal der UEFA Champions League. Doch in den nationalen Wettbewerben sind bereits zwei Titel verloren gegangen.
Laut Blick wächst nun selbst in Nordlondon die Sorge, dass auch der sicher geglaubte Meistertitel noch verspielt werden könnte.
Cup-Aus und schwindender Vorsprung
Im Ligacup-Final unterlag Arsenal Manchester City mit 0:2. Im FA Cup folgte das Viertelfinal-Aus gegen Zweitligist Southampton FC.
Noch schwerer wiegt jedoch die Entwicklung in der Liga. Zwischenzeitlich betrug der Vorsprung auf Manchester City neun Punkte. Nach der überraschenden Niederlage gegen AFC Bournemouth sind es nur noch sechs Zähler – bei einem Spiel weniger für den Verfolger.
Am Sonntag kommt es im Etihad Stadium zum Direktduell.
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Verletzungen bremsen die Gunners
Zuletzt fehlten mehrere Schlüsselspieler. Bukayo Saka kämpfte mit Achillessehnenproblemen, Captain Martin Ödegaard fiel nach Knieproblemen erneut aus. Auch Mikel Merino droht nach einer Fussoperation länger zu fehlen.
Arteta verweist auf den dichten Spielplan der Premier League, der nun seinen Tribut fordere.
Die Standardstärke verpufft
Auffällig ist zudem, dass Arsenals grosse Stärke – Tore nach Standards – zuletzt kaum noch Wirkung zeigt. 19 der 62 Ligatore erzielten die Londoner nach Freistössen oder Eckbällen. Das letzte Standardtor fiel allerdings bereits Anfang März.
Gegner scheinen sich zunehmend besser darauf eingestellt zu haben.
Droht der nächste «Bottle Job»?
Noch steht Arsenal an der Tabellenspitze. Mit einem Sieg gegen Manchester City könnte man einen entscheidenden Schritt Richtung Meistertitel machen.
Doch sollte das Direktduell verloren gehen, droht den Gunners bei einst komfortablem Vorsprung zum dritten Mal in Folge nur der Vizemeistertitel – ein Szenario, das in England bereits als klassischer «bottle job» bezeichnet wird.







