Eine 39-jährige Ukrainerin, die wegen eines mutmasslichen Paketbomben-Anschlags in Monaco international gesucht wurde, ist tot aufgefunden worden. Die Ermittlungen nehmen damit eine neue Wendung.
Die ukrainische Polizei teilte am Dienstag mit, dass die Leiche von Anastasija Beresowska Schussverletzungen am Kopf aufgewiesen habe. Zwei Personen stehen laut den Behörden im Verdacht, an der Tötung beteiligt gewesen zu sein. Bei den Festgenommenen soll es sich um ein ehemaliges Mitglied der Sicherheitskräfte sowie einen Mitarbeiter des ukrainischen Militärgeheimdienstes HUR handeln.
Fahndung nach Anschlag in Monaco
Laut GMX wurde Beresowska per Interpol gesucht, nachdem sie mit einem Paketbomben-Anschlag im Fürstentum Monaco in Verbindung gebracht worden war. Bei dem Vorfall Ende Juni wurden der ukrainischstämmige Unternehmer und Multimillionär Wadym Jermolajew, seine Partnerin sowie der 13-jährige Sohn des Paares verletzt.
Die 39-Jährige hatte einen Wohnsitz im deutschen Bundesland Hessen. Nach dem Anschlag durchsuchten Spezialeinsatzkräfte und weitere Polizeibeamte eine Wohnung im Main-Taunus-Kreis. Zudem wurde ein Fahrzeug beschlagnahmt, das von der Verdächtigen genutzt worden sein soll.
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Unternehmer Jermolajew im Fokus
Wadym Jermolajew machte sich in der ukrainischen Stadt Dnipro als Immobilienunternehmer einen Namen. Der Geschäftsmann gab die ukrainische Staatsbürgerschaft bereits vor Jahren ab und besitzt inzwischen die zyprische Staatsangehörigkeit.
In der Ukraine wurde Jermolajew dem sogenannten «Monaco-Bataillon» zugerechnet. Dabei handelt es sich um eine Gruppe wohlhabender Geschäftsleute und ehemaliger Oligarchen, die nach Beginn des russischen Angriffskriegs ihren Lebensmittelpunkt an die Mittelmeerküste verlagerten.
Seit 2023 steht Jermolajew in der Ukraine unter Sanktionen. Grund dafür sind geschäftliche Aktivitäten auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim.
Ermittlungen nach tödlichem Fund
Nach dem Tod der mutmasslichen Anschlagsverdächtigen konzentrieren sich die Ermittler nun auf die Hintergründe der Tötung. Welche Rolle die beiden festgenommenen Personen spielen und ob ein Zusammenhang mit dem Anschlag in Monaco besteht, ist Gegenstand weiterer Untersuchungen.






