Ein Paukenschlag für die globale Pharma-Industrie: Die USA haben neue Einfuhrzölle auf Medikamente beschlossen.
Vor allem patentgeschützte Arzneien aus Europa, darunter aus der Schweiz, sind betroffen.
Was bedeutet das für Schweizer Firmen – und für unsere Preise im Alltag?
Was steckt hinter dem Zolldekret?
US-Präsident Donald Trump hat ein neues Dekret unterzeichnet, das hohe Zölle auf importierte Medikamente vorsieht.
- Für patentgeschützte Arzneimittel und Wirkstoffe grundsätzlich bis zu 100 % Einfuhrzoll
- Für die Schweiz und Liechtenstein jedoch ein vergünstigter Satz von 15 %
Laut einem Weissen-Haus-Dekret, das am Donnerstag veröffentlicht wurde, sollen die Zölle in 120 Tagen für Grossunternehmen und 180 Tagen für kleine Firmen gelten. laut gmx.ch.
Generika und Biosimilars bleiben vorerst zollfrei.
Warum erhöhen die USA die Pharma-Zölle?
Ziel: Unabhängigkeit und Produktionsstärkung
Die US-Regierung begründet die Massnahme so:
- Reduktion von Importabhängigkeiten
- Stärkung der eigenen Produktion
- Sicherung von Lieferketten
Lange Lieferwege und Engpässe während der Pandemie haben die Debatte über nationale Produktionskapazitäten verschärft.
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Welche Folgen hat der Zoll für Schweizer Pharmafirmen?
1. Teurere US-Exporte
Ein Zollsatz von 15 % bedeutet:
- Höhere Kosten für Schweizer Exporteure
- Potenzielle Verlagerung von Produktion in die USA
- Preisdruck auf Margen
(Die Schweiz zählt zu den weltweit grössten Pharma-Exporteuren – ein Risiko für die Branche.)
2. Reaktionen aus der Industrie
Pharma-Konzerne prüfen derzeit:
- Produktionsausbau in den USA
- Verhandlungen mit US-Behörden
- Strategien zur Zollvermeidung
Denn wer in den USA lokal produziert oder Preisabkommen abschliesst, kann die Zölle bis 2029 vermeiden.
Was bedeutet das für Verbraucher?
Kurzfristig dürfte der Zoll keine direkten Auswirkungen auf die Medikamentenpreise in der Schweiz haben.
Langfristig aber könnten
- Preise steigen, wenn Firmen Kosten weitergeben
- Forschung und Entwicklung verlagert werden
- Kooperationen zwischen Pharma-Standorten neu definiert werden
Für Patientinnen und Patienten ist vor allem wichtig: Generika bleiben weiterhin zollfrei.







