Die USA und Saudi-Arabien haben gemeinsam Ziele im Irak angegriffen. Nach Angaben beider Länder richteten sich die Luftangriffe gegen mit dem Iran verbündete Milizen. Die betroffene Gruppierung Hasched al-Schaabi meldete Tote und Verletzte.
Angriffe gegen proiranische Gruppen im Irak
Bei den gemeinsamen Luftangriffen der USA und Saudi-Arabiens im Irak sind nach Angaben einer früheren proiranischen Miliz mehrere Menschen getötet und verletzt worden. Die Hasched al-Schaabi erklärte, dass mehrere ihrer offiziellen Einrichtungen in verschiedenen Regionen des Landes getroffen worden seien.
Laut GMX teilte die Gruppierung mit, die Angriffe hätten mehrere Tote und Verletzte verursacht sowie Gebäude beschädigt. Die Hasched al-Schaabi ist offiziell Teil der irakischen Sicherheitskräfte, einige ihrer proiranischen Untereinheiten handeln jedoch weiterhin weitgehend eigenständig.
Die USA und Saudi-Arabien erklärten hingegen, die Angriffe hätten sich gegen «mit dem Iran verbündete Terroristen» gerichtet. Das zuständige US-Regionalkommando Centcom begründete die Einsätze mit Drohnenangriffen proiranischer Milizen gegen US-Kräfte und saudische Infrastruktur.
USA sprechen von Selbstverteidigung
Nach Angaben von Centcom sollen die Milizen in den vergangenen Tagen mehr als zwei Dutzend Drohnenangriffe durchgeführt haben. Diese seien auf Anweisung der iranischen Revolutionsgarden erfolgt und hätten US-Streitkräfte sowie saudische Energieanlagen zum Ziel gehabt.
Das saudi-arabische Verteidigungsministerium bezeichnete die Angriffe ebenfalls als Selbstverteidigung. Nach Angaben aus Riad seien zuvor Drohnen aus dem Irak in Richtung Saudi-Arabien gestartet und abgefangen worden.
Im Irak existieren zahlreiche bewaffnete Gruppierungen mit engen Verbindungen zum Iran. Viele dieser Milizen entstanden nach der US-geführten Invasion des Irak im Jahr 2003 und gewannen während des Kampfes gegen die Terrormiliz Islamischer Staat ab 2014 zusätzlichen Einfluss.
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Spannungen zwischen USA und Iran nehmen zu
Kurz vor den Angriffen hatte das US-Regionalkommando Centcom zudem mitgeteilt, einen angeblichen iranischen Raketenangriff auf US-Truppen im Nahen Osten abgewehrt zu haben. Mehrere ballistische Raketen seien abgefangen worden.
Nach Berichten des US-Portals «Axios» könnten die Raketen in Richtung eines US-Stützpunktes in Jordanien geflogen sein. Weitere Details zum Ziel des Angriffs wurden zunächst nicht veröffentlicht.
Die Spannungen zwischen Washington und Teheran hatten sich zuvor weiter verschärft. US-Präsident Donald Trump erklärte, dass Angriffe gegen den Iran vorerst gestoppt worden seien, um diplomatische Gespräche fortzusetzen.
Sorge vor weiterer Eskalation
Nach Informationen mehrerer US-Medien gab es innerhalb der US-Regierung Bedenken über eine mögliche Ausweitung des Konflikts. Berichten zufolge warnten einige Verantwortliche vor einer weiteren Eskalation und möglichen Engpässen bei bestimmten militärischen Ressourcen.
Besonders die Versorgung mit Luftabwehrsystemen wie Patriot-Raketen soll dabei eine Rolle gespielt haben. Die weitere Entwicklung hängt nun von den politischen Gesprächen zwischen den beteiligten Staaten und der Reaktion der regionalen Akteure ab.






