Nach dem Tod zweier US-Soldaten in Jordanien und weiteren US-Luftangriffen auf Ziele im Iran verschärft sich der Ton zwischen Washington und Teheran. Beide Seiten kündigen Vergeltung an, während Experten vor einer weiteren Ausweitung des Konflikts im Nahen Osten warnen.
USA greifen erneut Ziele im Iran an
Das US-Militär setzte seine Angriffe auf iranische Ziele in der achten Nacht in Folge fort. Nach Angaben des Regionalkommandos Centcom richteten sich die Einsätze unter anderem gegen Einrichtungen der iranischen Revolutionsgarden. Washington begründete die Angriffe mit den Raketen- und Drohnenattacken auf US-Streitkräfte in Jordanien, bei denen zwei amerikanische Soldaten ums Leben kamen. Ein weiterer Soldat gilt weiterhin als vermisst.
Laut GMX erklärte Centcom, die Angriffe sollten die Verantwortlichen für den Beschuss «schnell bestrafen» und gleichzeitig Irans militärische Fähigkeiten zur Bedrohung der Schifffahrt in der Strasse von Hormus weiter schwächen.
Teheran droht mit Vergeltung
Irans oberster Führer Ajatollah Modschtaba Chamenei reagierte mit scharfen Worten auf die US-Angriffe. In einer veröffentlichten Erklärung kündigte er «unvergessliche Lektionen» für die Vereinigten Staaten an und warf Washington Vertragsbruch sowie weitere Eskalation vor.
Zudem erklärte Irans Vizeaussenminister Kasem Gharibabadi, das Mitte Juni vereinbarte Rahmenabkommen mit den USA sei ausgesetzt. Die iranische Führung sehe sich nach den jüngsten Angriffen nicht mehr an die Vereinbarung gebunden.
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Tote und Verletzte auf beiden Seiten
Nach Angaben des US-Militärs steigt die offiziell bekannte Zahl der im Iran-Krieg getöteten US-Soldaten auf 16. Der Tod der beiden Soldaten erhöht zugleich den innenpolitischen Druck auf US-Präsident Donald Trump.
Das iranische Gesundheitsministerium meldete seit der jüngsten Eskalation mindestens 50 Tote sowie mehr als 500 Verletzte infolge der US-Angriffe. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben derzeit nicht.
Experten warnen vor weiterer Eskalation
Internationale Beobachter sehen die Gefahr einer weiteren Zuspitzung des Konflikts. Der israelische Iran-Experte Danny Citrinowicz erklärte, das Vertrauen zwischen Washington und Teheran sei praktisch nicht mehr vorhanden. Dadurch steige das Risiko, dass sich die militärische Konfrontation weiter ausweitet und auch weitere Staaten der Region hineingezogen werden.
Auch die Vereinigten Arabischen Emirate forderten ein sofortiges Ende der Feindseligkeiten und eine rasche Rückkehr an den Verhandlungstisch, um eine noch grössere Destabilisierung der Region zu verhindern.





